Amtliche Überlieferung

Amtliche Überlieferung im Stadtarchiv Harsewinkel

Hausregistter Harsewinkel-Stadt - Haus Nr. 41Großbildansicht
Hausregistter Harsewinkel-Stadt - Haus Nr. 41

Zur Zeit sind vier Bestände der Aktenüberlieferung des Amtes Harsewinkel aus der Zeit von 1804 bis 1962 erschlossen. Die Bestandsgliederung folgt den Registraturschichten des Amtes Harsewinkel. Die Akten können im Regelfall ohne Einschränkungen eingesehen werden. Ebenso stehen die von ca. 1860 bis 1920 geführten Hausregister und danach angelegten Karteien des Einwohnermeldeamtes den Nutzern des Archivs zur Verfügung. Bei den jüngeren Karteien sind die Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten. Darüber hinaus liegen die Protokolle der Amtsvertretung und der Gemeindevertretungen von Harsewinkel, Greffen und Marienfeld aus der Zeit von 1841 bis 1972 im Stadtarchiv.

Kurzbeschreibung der Bestände


Bestand A: Amtsverwaltung Harsewinkel 1804 - 1925

Schatzungsliste aus dem Jahr 1803Großbildansicht
Schatzungsliste aus dem Jahr 1803 (Stadtarchiv Harsewinkel AA 1)

Der 1140 Akten umfassende älteste Bestand der Aktenüberlieferung des Amtes Harsewinkel ist aus den Jahren 1816 bis 1925 weitgehend vollständig erhalten. Aus der ersten preußischen Zeit (1803 bis 1806) sowie der französischen Zeit (1806 - 1814) sind nur wenige Splitter erhalten. Wichtigste Teilbestände sind die Überlieferung der Polizeiverwaltung, der Kirchen- und Schulverwaltung und des Armenwesens sowie Akten über öffentliche Bauvorhaben. Ebenso ist die infrastrukturelle Entwicklung im letzten Drittel des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Akten über den Straßenbau, den Anschluß an das Eisenbahnnetz, den Bau des Krankenhauses und die Elektrifizierung gut dokumentiert.
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Bestand AK: Amtsverwaltung Harsewinkel 1914 - 1925

Der 64 Akten umfassende Bestand der nach Beginn des 1. Weltkrieges angelegten Sonderregistratur dokumentiert vor allem die mit Kriegsbeginn einsetzenden Maßnahmen der Bewirtschaftung.
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Bestand B: Amtsverwaltung Harsewinkel 1925 - 1935

Der 170 Akten umfassende Bestand der zweiten Registratur des Amtes Harsewinkel deckt im Wesentlichen rund die Jahre 1925 bis 1932 ab. Hervorzuheben sind neben den Akten der Schul- und der Sozialverwaltung die Akten über die Fortsetzung der Elektrifizierung und den Ausbau des Straßenetzes. Hinzu kommen Akten, die die Entwicklung der Landwirtschaft und des Gewerbes dokumentieren.
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Bestand C: Amtsverwaltung Harsewinkel 1928 - 1962

Liste mit Namen sowjetischer ZwangsarbeiterGroßbildansicht
Liste mit den Namen sowjetischer Zwangsarbeiter (Stadtarchiv Harsewinkel C 145)

Die 500, zum Teil mehrbändigen, Akten der dritten Registratur beginnen bereits Ende der 1920er Jahre. Offenbar sind in der Amtsverwaltung, bedingt durch häufigen Wechsel an der Stelle des Amtmannes / Amtsbürgermeisters, zeitweise zwei Registraturen nebeneinander geführt worden. Der Bestand ist ohne Kriegs- und Kassationsverluste am Kriegsende weitgehend vollständig erhalten.

Insbesondere die Polizeiakten und die Akten über Kriegsgefangene und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sind zu den politischen Verhältnissen während der nationalsozialistischen Diktatur sehr aussagekräftig. Das gilt auch für die Akten über die sozialen Verhältnisse in der Zeit direkt nach dem 2. Weltkrieg und über die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen. Der weitgehend vollständige Erhalt des Bestandes macht es möglich, die Entwicklung Harsewinkels von einer landwirtschaftlich geprägten zu einer gewerblich dominierten Kleinstadt nachzuvollziehen. Sowohl die Akten zum Ausbau der Infrastruktur in den späten 1950er Jahren als auch zur Erschließung neuer Wohngebiete dokumentieren diesen Wandel besonders deutlich.

Später aufgefundende Akten aus den Jahren 1928 bis 1962 wurden in dem Nachtragsbestand CN zusammengeführt und verzeichnet.
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Bestand D: Amts- und Stadtverwaltung Harsewinkel seit 1962

Der Bestand D wird derzeit verzeichnet.
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Bestand MA: Meldeamt

Meldekarte für Salomon LorchGroßbildansicht
Meldekarte für Salomon Lorch - 1941 deportiert und im KZ Riga umgebracht

Einwohnerbücher ca. 1860 - 1920
Für die Stadt Harsewinkel, die Harsewinkeler Bauerschaften Beller, Rheda und Überems sowie für Greffen und die Marienfelder Bauerschaften Oester und Remse sind die seit ca. 1860 geführten Einwohnerbücher vorhanden. In den nach Hausnummern geordneten Registern sind die Namen der Familienangehörigen des Hausbesitzers und der Mieter eingetragen.

Melderegister 1920 - 1980
Aus dem Zeitraum von 1920 bis 1980 sind drei vom Einwohnermeldeamt geführte Karteien überliefert, die geringe Verluste aufweisen. In der älteren Kartei sind Kinder auf den Meldekarten des Vaters bzw. der Mutter, Ehefrauen auf der Meldekarte des Mannes aufgeführt. In den beiden jüngeren Kartei ist für jede Person eine eigene Karte angelegt. Von besonderem Interesse für die Forschung ist eine in der Zeit des 2. Weltkrieges geführte Sonderkartei für Ausländer, in der die Meldekarten der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter enthalten sind.

Darüber hinaus gehören zu dem Bestand die An- und Abmelderegister aus der Zeit von 1900 bis 1939 sowie Hausnummern- und Straßenverzeichnisse.
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Bestand Standesamt

Seit dem 1.10.1874 besteht in Harsewimkel ein Standesamt, dessen Zuständigkeit sich bis zum 31.12.1972 auf den Amtsbezirk und seither auf die Stadt Harsewinkel erstreckt. Danebem bestand von 1921 bis 1946 ein eigenes Standesamt in Greffen, bei dem die Personenstandsfälle aus der Gemeinde Greffen registriert wurden.

Im Stadtarchiv Harsewinkel sind derzeit die Geburtenbücher des Standesamtes Harsewinkel bis 1898, die Heiratsbücher beider Standesämter bis 1928 und die Sterbebücher beider Standesämter bis 1978 zugänglich.
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Bestand Protokolle

Der Bestand umfasst
1. die Protokolle der Amtsvertretung des Amtes Harsewinkel sowie der Gemeindevertretungen der Gemeinden Harsewinkel-Stadt, Harsewinkel-Kirchspiel (1937 mit Harsewinkel-Stadt vereinigt), Greffen und Marienfeld aus den Jahren 1841 bis zur kommunalen Neugliederung am 31. Dezember 1972.
2. die Protokolle des Rates und der Ausschüsse der Stadt Harsewinkel seit 1973 bis zum Abschluss der Wahlperiode 1999/2004.


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