Projekte

Projekte im Stadtarchiv

Im Folgenden finden Sie eine Kurzdarstellung verschiedener Projekte, die das Stadtarchiv zusammen mit anderen Trägern durchgeführt hat.


Gefangenenlager Oberems

Von 1937 bis 1987 bestand in Harsewinkel eine Außenstelle des Gefangenenlagers Oberems. Eingerichtet von einer Genossenschaft, zu der sich mehrere Landwirte zusammengeschlossen hatten, wurden in dem kleinen Harsewinkeler Gefängnis Verurteilte untergebracht, die während ihrer Strafverbüßung zu Arbeiten in der Landwirtschaft und bei Meliorationsarbeiten eingesetzt wurden. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs waren unter den Gefangenen viele, die wegen politischer Vergehen von der NS-Justiz verurteilt worden waren.

Acht Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Harsewinkel haben im Rahmen des Ausstellungsprojektes 'Zellkultur' drei Monate lang im Stadtarchiv Harsewinkel und im Staatsarchiv Detmold zur Geschichte des Gefangenenlagers Harsewinkel gearbeitet. Zu den Ergebnissen der Forschungen, die in einer Ausstellung dokumentiert wurden, gelangen Sie durch den Link.
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NS-Geschichte im Unterricht - Ein Internetprojekt

Meldekarte der Zwangsarbeiterin Antonia ProkowjewaGroßbildansicht
Meldekarte der Zwangsarbeiterin Antonia Prokowjewa

Im Rahmen des Projektes Erinnerungskultur Ostwestfalen-Lippe, das im Wesentlichen von den Landkreisen Gütersloh und Paderborn getragen wurde, haben sich mehrere Archivarinnen und Archivare aus Ostwestfalen-Lippe mit der Frage beschäftigt, auf welche Weise Dokumente aus Archiven in geeigneter Form auch im Internet für die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler bereit gestellt werden können. Beteiligt waren das Staatsarchiv Detmold, die Stadtarchive Bielefeld, Detmold und Harsewinkel, die jeweils exemplarisch für eine Groß-, eine Mittel- und eine Kleinstadt stehen, sowie das Hauptarchiv der von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Ebenfalls in das Projekt eingestiegen ist das Stadtarchiv Gütersloh.

Die beteiligten Archivarinnen und Archivare waren sich darüber einig, dass die Bereitstellung von Dokumenten im Internet die Arbeit der Schülerinnen und Schüler in den Archiven selbst nicht ersetzen kann und lediglich als Anregung zu verstehen ist, sich bei der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus auch Vorgänge am eigenen Wohnort zu in den Blick zu nehmen und den Weg in die Archive nicht zu scheuen.

Entsprechend den Schwerpunkten der jeweiligen Überlieferung haben die Archive Materialien zu unterschiedlichen Themen in das Internet eingestellt. Die Materialien finden sich auf Website zur Westfälischen Geschichte (http://www.westfaelische-geschichte.de).
 
Das Stadtarchiv Harsewinkel hat didaktisch aufbereitete Dokumente zu zwei Themenkomplexen im Internet bereit gestellt, die in der Überlieferung der bis 1945 weitgehend katholisch und stark landwirtschaftlich geprägten Gemeinde besonders gut dokumentiert sind:
1. die Konflikte zwischen katholischen Jugendgruppen und der Hitlerjugend und
2. die Beschäftigung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangarbeitern in der Landwirtschaft während des 2. Weltkrieg.

Wenn Sie die vom Stadtarchiv Harsewinkel im Internet bereit gestellten Dokumente ansehen wollen, nutzen Sie bitte den Link unten auf dieser Seite.

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Erinnern und Gedenken

Kranzniederlegung am alten KriegerdenkmalGroßbildansicht
Kranzniederlegung am alten Kriegerdenkmal im Jahr 1951

Im Rahmen des Arbeitskreises 'Erinnerungskultur Ostwestfalen-Lippe' haben die Stadtarchive Detmold, Gütersloh und Harsewinkel, das Hauptarchiv der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel und das Stadtmuseum Gütersloh sich mit den Denkmälern und Mahnmalen befasst, die zur Erinnerung an die Gefallenen der Kriege des 19. und 20. Jahrhunderts und im Gedenken an die Opfer der nationalsozalistischen Diktatur errichtet wurden. Die örtlichen Beispiele zeigen, wie sich die Formen des Gedenkens seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts verändert haben.

Aus Harsewinkel zeigen Abbildungen der Gedenktafeln für die Gefallenen aus dem Turmraum der St.-Lucia-Kirche und des alten Kriegerdenkmals traditionelle Formen des Gedenkens, während die archivialischen Dokumente und die Abbildungen des Mahnmals an der Münsterstaße auf moderne Erinnerungsformen verweisen.

Zeitungsberichte zur öffentlichen Diskussion über die Schaffung von Namenstafeln für die Kriegsgefallenendes 2. Weltkriegs aus den Jahren 2004 und 2005 dokumentieren eine Diskussion um öffentliches Erinnern aus der jüngsten Vergangenheit.

Wenn Sie die vom Stadtarchiv Harsewinkel im Internet bereit gestellten Dokumente ansehen wollen, nutzen Sie bitte den Link unten auf dieser Seite.

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Zeitreise

Die Darsteller der Zeitreise vor dem RathausGroßbildansicht
Pfarrdechant Heinrich Hüntmann (B. Kruk), Katharina Drüe (I. Westerbarkei), der Harsewinkeler Spökenkieker (H. Buchmann), Amtmann Geoorg Diepenbrock (E. Möller), die Lehrerin Hedwig Beerkotte (M. Kuhnke), Bürgermeister Eduard Wendland (H. de Byl) und die Gastwirtin Maria Koch (D. Brödel-Waschke) haben sich am Ende der Zeitreise vor dem Rathaus versammelt. Nicht auf dem Bild ist Oberin Benevenuta (P. Loerchner).

Auf eine Zeitreise in die Geschichte von Harsewinkel gingen Anfang Oktober die Schüler der 4. Klassen der Grundschulen und der 5. Klasse der August-Claas-Hauptschule. Stadtführer, die in historische Kostüme geschlüpft waren, stellten an sieben Standorten Personen aus der Harsewinkeler Geschichte dar und brachten den Kindern die Vergangenheit ihrer Heimatstadt auf lebendige Weise nahe.
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Theaterprojekt: Harsewinkeler Kriminalgeschichten

SzenenfotoGroßbildansicht
Katharina Drüe führt Klage gegen ihren schlagenden Ehemann beim Staatsanwalt.

Mit der Aufführung von zwei kleinen Theaterstücken ging am 21. Juni 2008 das Projekt 'Datei löschen? Wollen Sie archivieren?' zu Ende, mit dem sich das Stadtarchiv Harsewinkel an dem ersten Landeswettbewerb 'Archiv und Jugend' des Ministerpräsidenten des Landes NRW beteiligt hatte.

Acht Jugendliche führten vor einem begeisterten Publikum die beiden Stücke 'Der Schmied Drüe und seine Frau' sowie 'Der ertappte Kartoffeldieb' auf. Beide beruhen auf zwei Begebenheiten, die in den Polizeiakten des Stadtarchivs Harsewinkel dokumentiert sind und von Stadtarchivar Eckhard Möller und der Bielefelder Theaterpädagogin Christine Ruis in szenisch darstellbare Fassungen gebracht worden sind. In den Händen der Schauspielerin und Regisseurin Christine Ruis lag auch die theaterpädagogische Leitung des Projektes.

Zu danken ist dem Ministerpräsidenten des Landes NRW und der Sparkasse Gütersloh für die finanzielle Förderung des Projektes und dem LWL-Archivamt für Westfalen für die gute Kooperation.

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Theaterprojekt: Der Überfall aufs Kloster

ProbenfotoGroßbildansicht
Bereit zum Überfalls aufs Kloster - die Harsewinkeler Bürger.

Nach dem Theaterprojekt vom Frühjahr 2008 startete das Stadtarchiv in Kooperation mit dem Gymnasium ein weiteres Theaterprojekt. Die Konflikte zwischen dem Kloster Marienfeld und dem Wigbold Harsewinkel in der frühen Neuzeit wurden in szenische Darstellungen umgesetzt, deren Höhepunkt der Überfall der Harsewinkeler auf das Kloster war. Die Regie lag wieder in den Händen von Christine Ruis.
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Juden im Nationalsozialismus

Grabstein auf dem jüdischen FriedhofGroßbildansicht
Grabstein auf dem jüdischen Friedhof

Mit der Geschichte der Juden in Harsewinkel befasste sich im Schuljahr 1998/1999 ein Kurs Evangelische Religion der 10. Jahrgangsstufe des Städtischen Gymnasiums Harsewinkel. Auf Anregung der Lehrerin, Frau Birgit Leiendecker, werteten die Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen die im Stadtarchiv vorhandenen Dokumente aus, zogen Quellen aus dem Kreisarchiv Warendorf heran und informierten sich in den Lebenserinnerungen der nach Australien ausgewanderten Kate Mendels. Außerdem besuchten Sie den kleinen jüdischen Friedhof in Harsewinkel, das letzte Zeugnis jüdischen Lebens am Ort.

Die Ergebnisse präsentierten die Jugendlichen auf einer CD-Rom. Für ihre Arbeit wurden sie von der Evangelischen Landeskirche von Westfalen mit einem 1. Preis im Schülerwettbewerb 'Juden und Christen' ausgezeichnet. Die CD-Rom kann im Stadtarchiv Harsewinkel eingesehen werden.

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Geschichte der Teutoburger Wald Eisenbahn

Im Jahr 2000 feierte die Teutoburger Wald Eisenbahn, durch die das Amt Harsewinkel im Jahr 1900 einen Anschluss an das Eisenbahnnetz bekam, ihren 100. Geburtstag. Aus diesem Anlaß führte das Stadtarchiv im Herbst 2000 eine Ausstellung über die Bedeutung dieser Privatbahn für Harsewinkel durch, deren Texte, wichtigsten Dokumente und Fotos sind in einer virtuellen Ausstellung zusammengefasst sind. Diese haben Oliver Niehaus und Stefan Högemann - damals Schüler des Städtischen Gymnasiums Harsewinkel - in Kooperation mit dem Stadtarchiv auf einer CD-Rom produziert. Die CD-Rom kann beim Stadtarchiv Harsewinkel bestellt werden (Preis: € 5,00).

Stadtarchiv Harsewinkel
Münsterstr. 14
33428 Harsewinkel
Fon: 05247 / 93 51 27  Fax: 05247 / 93 51 19
mailto:geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.
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Sommerrätsel 2011

Erstmals 2011 hat das Stadtarchiv Harsewinkel ein Sommerrätsel durchgeführt, an dem sich über 150 Harsewinkelerinnen und Harsewinkeler beteiligt haben. Zu den Fragen und Lösungen gelangen Sie über den folgeden Link.
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