Fünf Fragen an Andreas Stork
Was war Ihre erste "Amtshandlung" nachdem Sie heute Morgen Ihr neues Büro in Harsewinkel bezogen haben?
Am Wochenende habe ich mit Kolleginnen und Kollegen telefoniert, die sich vorstellen können, an die neue Harsewinkeler Gesamtschule zu wechseln. Heute Morgen habe ich mit einigen von ihnen in meinem Büro die ersten Bewerbungsgespräche geführt. Das muss jetzt alles sehr schnell gehen - am kommenden Donnerstag werde ich der Bezirksregierung eine erste Vorschlagsliste mit 12 bis 14 neuen Kollegen präsentieren. Und natürlich will ich die Chance nutzen und für den Start ein Top- Gründungsteam zusammenstellen.
Welche Qualifikationen sollen die neuen Kollegen mitbringen?
Engagement - das ist am wichtigsten. Nicht jeder muss alles können, aber alle müssen wollen. Wichtig sind mir auch die Erfahrungen, die die neuen Lehrkräfte mitbringen. Keiner von ihnen fängt bei null an. Und ich will das Potenzial von allen nutzen, denn schließlich wollen wir gemeinsam die Schule gut an den Start bringen und Qualität liefern.
Sie haben zehn Jahre als Direktor an der Gesamtschule in Rödinghausen gearbeitet - an welchen der dabei gesammelten Erfahrungen werden Sie sich beim Aufbau der neuen Schule orientieren?
Zum einen ist es ganz wichtig zuzuhören: Egal, ob Lehrer, Schüler oder Eltern, jeder kann zur Verbesserung der Schule aus seiner Sicht beitragen. Zum anderen ist es mir sehr wichtig, dass Entscheidungen im Team getroffen werden. Dabei werde ich sehr darauf achten, dass einmal getroffene Entscheidungen auch konsequent umgesetzt werden. Daraus ergibt sich für alle eine wichtige Grundlage gemeinsamen Lehrens und Lernens: nämlich Zuverlässigkeit. Absprachen gelten natürlich nicht nur für die Schüler, sondern auch für Lehrer, so dass nicht die Zufälligkeit des Kollegiums über die pädagogische Qualität des Unterrichts entscheidet, sondern die verbindlichen Standards, auf die wir uns vorher geeinigt haben.
In Harsewinkel wird es ab dem kommenden Schuljahr ein Gymnasium und eine Gesamtschule geben - in welchen Punkten wird sich die Gesamtschule vom Gymnasium unterscheiden?
Wir haben neun Jahre Zeit und dadurch auch die Chance, anders mit Leistungseinbrüchen umzugehen. Auch wenn ein Schüler im Alter von zehn seine Leistung noch nicht bringt, hat er trotzdem die Möglichkeit, seine Schullaufbahn mit dem Abitur abzuschließen. Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass viele der Schüler, die an der Gesamtschule in Rödinghausen ihr Abitur gemacht haben, von der Grundschule keine Gymnasialempfehlung bekommen haben.
Was erwartet die Schülerinnen und Schüler, wenn sie am 22. August ihre neue Schule zum ersten Mal besuchen?
Eine - wenn auch kleine - aber voll funktionstüchtige Schule mit allem, was dazu gehört. Und natürlich wollen wir versuchen, den Schülerinnen und Schülern unter anderem durch gemeinsame Aktionen möglichst schnell ein Zugehörigkeitsgefühl zu "ihrer Schule" zu vermitteln - auch wenn wir noch kein eigenes Gebäude haben.
Andreas Stork ist montags und freitags von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr im Rathaus III (neben der Polizei) zu erreichen. T.: 05247/935211, E-Mail: 
Das schreibt die Presse
- Die Glocke vom 17.4.2012
(PDF-Datei / 515,84 KB) - Neue Westfälische vom 17.4.2012
(PDF-Datei / 304,02 KB) - Das Westfalen-Blatt vom 17.4.2012
(PDF-Datei / 417,68 KB)


