Demografie

Damit sich Kommunen schon heute den Erfordernissen von morgen stellen können, sind sie auf Zahlenmaterial angewiesen, das ihnen zukünftige Trends und Tendenzen innerhalb der Bevölkerungsentwicklung aufzeigt. Anhand dieser Daten lässt sich natürlich nicht mit absoluter Gewissheit die Richtung vorherbestimmen, die die Stadt nehmen wird. Allerdings können Einschätzungen abgeleitet werden, die es der Kommune ermöglichen, die Weichen zu stellen und sich auf zukünftige Entwicklungen vorzubereiten.

Zukunft gestalten - Demografische Entwicklung in Harsewinkel

Der von Professor Jürgen Flöthmann von der Universität Bielefeld im Auftrag des Kreises Gütersloh und der pro Wirtschaft GT in Kooperation mit der "Deenst GmbH, Brilon/Bielefeld" erarbeitete Demografiebericht für den Kreis Gütersloh 2011 stellt eine solche Grundlage dar. Ausgehend von dem Basismaterial jeder einzelnen kreisangehörigen Kommune werden hier auch allgemeine Trends für den gesamten Kreis abgeleitet.

Jüngste Stadt im Kreis Gütersloh
Für Harsewinkel kommt der Bericht zu einem erfreulichen Ergebnis: Noch kann sich die Emsstadt, die mit einer Geburtenrate von 1,81 deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 1,36 liegt, mit dem Titel "jüngste Stadt des Kreises Gütersloh" schmücken. Doch diese Tatsache kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich langfristig auch in Harsewinkel ein anderer Trend durchsetzen wird: Die Zahl der Älteren steigt auch hier. So erhöht sich die Zahl der 65- bis 79-Jährigen laut Bericht in der Zeit von 2009 bis 2035 von 3209 auf 4443. Bei der Gruppe der 80- bis 109-Jährigen kommt es sogar fast zu einer Verdoppelung: Im genannten Zeitraum steigt hier die Zahl von 920 auf 1822.

Diese Zahlen sollen niemanden verunsichern. Denn sie dienen auch in Harsewinkel dazu, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich entsprechend vorzubereiten. So werden in Harsewinkel bereits heute eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, die sich genau mit diesem Thema auseinandersetzen. So diente eine Befragung aller Harsewinkeler Seniorinnen und Senioren dazu, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Alltagssituation dieser Altersgruppe umsetzen zu können.

Lebenserwartung liegt über dem Bundesdurchschnitt
Offensichtlich scheint man im Kreis Gütersloh allerdings gut alt werden zu können: Ein weiteres Ergebnis der Studie besagt nämlich, dass die Lebenserwartung eines männlichen Neugeborenen im Kreis GT mit 77,8 Jahren über dem bundesdeutschen Durchschnitt (77,3) liegt, bei den Frauen liegt sie mit 83,1 Jahren sogar um 0,6 über dem im Jahre 2008 erhobenen Durchschnittswert von 82,5 Jahren


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