DENKMALLISTE

Auf der Grundlage des Denkmalschutzgesetzes von 1984 wurden 65 Objekte unter Denkmalschutz gestellt. In der Denkmalliste finden Sie eine Beschreibung der einzelnen Denkmälern. Im Glossar werden wichtige bautechnische Fachbegriffe erläutert.

Denkmäler der Stadt Harsewinkel


Harsewinkels Sakralbauten

Das zweifellos bedeutendste Baudenkmal in der Stadt Harsewinkel ist die über 800 Jahre alte 
Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters Marienfeld. Das alte spätromanische Gebäude hat mit seiner Architektur den Kirchenbau des frühen 13. Jahrhunderts in Westfalen wesentlich beeinflusst. Wie die Kirche stehen auch das barocke Abteigebäude und die aus dem frühen 18. Jahrhundert stammenden Wirtschaftsgebäude des 1803 aufgelösten Klosters unter Denkmalschutz. 

Auch die St.-Lucia-Kirche in Harsewinkel, ein neugotischer Bau aus dem Jahr 1860 mit Turm aus dem Jahr 1904 - und die Pfarrkiche St.-Johannes-Baptist, deren spätgotischer Bau an der Wende zum 20. Jahrhundert um Seitenschiffe erweitert wurde und einen neuen Turm erhielt, zählen zu den Denkmälern in Harsewinkel. 

Denkmalgeschütze Profonbauten
Unter Denkmalschutz gestellt wurden aber nicht nur die Sakralbauten, sondern auch zahlreiche Profonbauten. Die zahlreichen 
denkmalgeschützten stattlichen Bauernhäuser sind ebenso wie die kleinen Kötterhäuser Zeugnisse früheren bäuerlichen Lebens und Wirtschaftens. Dagegen steht das 1820 vom Bürgermeister Eduard Wilhelm Wendland am Alten Markt errichtete stattliche Wohnhaus für eine bürgerliche Wohnkultur zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 

Wegekreuze und Bildstöcke
Die Wegekreuze und Bildstöcke zeugen von der Volksfrömmigkeit, die sich seit dem 17. Jahrhundert entwickelte und 
dokumentieren Prozessionen ebenso wie besondere Schicksale der Familien, die sie errichten ließen. Der kleine jüdische Friedhof in Harsewinkel erinnert an die kleine jüdische Gemeinschaft, die hier bis zur Vernichtung im Nationalsozialismus für 200 Jahre gelebt hat. An die Schrecken der nationalsozialistischen Diktatur erinnert das Gräberfeld mit den Kriegsgräbern sowjetischer Kriegsgefangenerund dem von den Überlebenden errichteten Gedenkstein in Greffen.

Denkmalliste

Nachstehend finden Sie Detailinformationen zu den einzelnen Denkmälern, die in alphabetischer Reihenfolge ihres Standortes aufgeführt sind. Die Texte entsprechen den Beschreibungen in der Denkmalliste der Stadt Harsewinkel. 

August-Claas-Str. - Jüdischer Friedhof
Beelener Str. 24 - Fachwerkgebäude
Beelener Str. 24 - Bildstock aus dem Jahre 1643
Beelener Str. 30 - Fachwerkgebäude
Bielefelder Str. 1 - Kötterhaus
Bielefelder Str. 3 - Hofhaus
Bielefelder Str. 3 - Hofkapelle
Bielefelder Str. 3 - Speicher
Bielefelder Str. - Bildstock "Gott Vater"
Brockhäger Str. 18 - Kötterhaus
Bussemasstr. 3 - Vierständer Längsdeelenhaus
Clarholzer Str. 9 - Doppelbildstock
Clarholzer Str. 50 - Wegekapelle
Haarweg 6 - Schafstall-Wagenschuppen
Haarweg 10 - Speicher
Haarweg 12 - Bildstock-Relief
Haller Str. - Kriegsgräberstätten 
Harsewinkeler Str. 4 - Doppelbildstock
Harsewinkeler Str. - Doppelbildstock
Im Kirchspiel 9 - Hofhaus
Im Kirchspiel 9 - Hofkreuz
Im Kirchspiel - Hofkapelle
Im Kreuzteich 16 - Doppelbildstock
Im Vechtel 21 - Hofkreuz
Im witten Sand 17 - Bildstock "Christus auf dem Ölberg"
Johannesplatz 4 - Fachwerkgebäude
Johannesplatz 14 - Gebäude Johannesplatz 14, ehem. Haus Linning
Johannesplatz - Kath. Pfarrkirche St. Johannes
Kirchplatz 3 - Wohnhaus-Fassade
Kirchplatz 4 - Fachwerkhaus Wohnhaus
Kirchplatz 5 - Clemensheim
Kirchplatz 6 - Alte Dechanei
Kirchplatz - Kath. Pfarrkirche St. Lucia
Klosterhof 2 - Ehem. Wirtschaftsgebäude und Torhaus des Zisterzienserklosters
Klosterhof 4 - Ehem. Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters
Klosterhof 5 - Ehem. Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters
Klosterhof 6 - Ehem. Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters
Klosterhof 7 - Ehem. Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters
Klosterhof 9 - Ehem. Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters
Klosterhof 10 - Ehem. Abteigebäude des Zisterzienserklosters
Klosterhof 11 - Kath. Pfarrkirche, ehem. Klosterkirche des Zisterzienserklosters
Klosterhof 12-15 - Ehem. Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters
Klosterhof 16 - Ehem. Wirtschaftsgebäude des Zisterzienserklosters
Klosterhof - Restmauer der ehem. Wadenhart-Kapelle
Klosterstr. 2 - Hofanlage
Klosterstr 4. - "Rincklake Haus"
Klosterstr. - Nepomuk-Figur
Klosterstr. - Brunnenhäuschen aus dem Innenhof des ehem. Zisterzienserklosters
Marienfelder Weg / Kreuzstraße - Korpus vom sog. "Bitters Kreuz"
Markenweg 1 - Bauernhaus mit zwei Scheunen
Max-Planck-Str. 3 - Seilerei
Münsterstraße / Am Rhedaer Bach - Nepomuk-Figur
Neumühlenstr. 10 - Neue Mühle
Oester 1 - Fachwerkgebäude "Deutsches Haus"
Oesterweger Str. 14 - Doppelbildstock
Oesterweger Straße 15 - Hofkapelle
Ostortstr. 7 - Doppelbildstock
Ostortstr. 7 - Fachwerk Bauernhaus
Pelkmanns Feld 1 - Bildstock
Remser Weg / Am Schulkreuz - Wegekreuz, sog. "Schulkreuz"
Sassenberger Straße - Schnatstein / Grenzstein
Schützenstr. 120 - Hofkapelle
Schützenstr. / Schwarzer Weg - Doppelbildstock
Steinhäger Str. 22 - Bildstock
Steinhäger Str. 22 - Sägemühle Meier-Osthoff
Tatenhauser Weg - Schnatstein / Grenzstein
Versmolder Str. 50 - Fachwerk Speicher
Warendorfer Landweg - Schnatstein / Grenzstein


AUSGUST-CLAAS-STR. - JÜDISCHER FRIEDHOF

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 36

Das letzte Zeugnis jüdischen Lebens in Harsewinkel, das sich seit dem 18. Jahrhundert nachweisen lässt, ist der jüdische Friedhof an der August-Claas-Straße.


Kleines, mit einer Ziegelmauer eingefriedetes Areal mit insgesamt acht Grabmonumenten. Vier Sandsteingrabsteine mit hebräischen Inschriften aus dem 19. Jahrhundert, die sich nach oben verjüngen und geschweift sind. Vier weitere Grabsteine, teilweise aus Kunststein, entstammen den 1920er-Jahren.


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Beelener Str. 24 - Fachwerkgebäude

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 27


Das Hofhaus ist ein Vierständerbau mit Ziegelausfachungen auf einem Natursteinsockel unter einem Satteldach. Es hat ein Deelentorgestell mit gefaster Bogenkante, die in Höhe der Radabweiser in Voluten ausläuft. Der Kopf- und Sturzriegel ist mit einer Inschriften versehen (bez. 1796). Die Wohnteilfassade ist unverändert, es gibt jedoch einige neue Fenster. Die westliche Traufseite ist mit Klinkern verblendet. Baujahr nach Kamininschrift 1735.

Es ist ein zeit- und landschaftstypischer Bau auf einer der ältesten Hofstellen Greffens, der fast unverändert erhalten geblieben ist.


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Beelener Str. 24 - Bildstock

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 20


Ein kleines Fachwerkgehäuse mit einer Ziegelausfachung unter einem, auf Balkenköpfen vorkragendem, Satteldach. Die verputzten Rechtecknischen sind mit einer Madonna (serielle Fertigung) ausgestattet. Im Giebeldreieck ist eine hölzerne Inschrifttafel mit einem umrahmenden Schnitzwerk. An den Ständern ist die Angabe des Erbauungsjahres 1643.

Es ist ein seltener Vertreter dieses Kapellentypus. Der Bildstock ist aus dem Jahre 1643, und somit der ältester Bildstock in Harsewinkel.


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Beelener Str. 30 - Fachwerkgebäude

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 25


Ein Vierständerfachwerkhaus mit beidseitig verbretterten Giebeldreiecken, vorkragend über flache Karniesknaggen. Das Gebäude hat eingehälste Dachbalken und lange, leicht geknickte Fußstreben. Die Ausfachung des Gebäudes ist in Ziegelstein.

Im Inneren des Gebäudes ist die Flettküche erhalten. Die Türen zu den Kammern aus der Erbauungszeit sind größtenteils noch vorhanden. Das Erbauungsjahr ist 1789.


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BIELEFELDER STR. 1 - KÖTTERHAUS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 47


Das Kötterhaus ist ein Zweiständerbau mit Ziegelausfachung (geschlämmt) auf einem Natursteinsockel unter einem Satteldach. Das Giebeldreieck ist auf profilierten Knaggen vorkragend und verbrettert (alte vertikale und horizontale Teilung und Tropfzahnung am Wirtschaftsgiebel). Das Deelentorgestell ist mit profilierten Radabweisern ausgestattet, in deren Höhe die gefaste Bogenkante volutenförmig ausläuft. Der Sturzriegel ist mit einer Innenschrift versehen. Das Baujahr ist nach Balkeninschrift 1754.


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BIELEFELDER STR. 3 - HOFHAUS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 45


Der Vierständerbau hat eine Ziegelausfachungen und ist unter einem Satteldach. Das Giebeldreieck ist auf profilierten Knaggen vorkragend und verbrettert (Tropfzahnung). Es besitzt ein Deelentorgestell mit einer gefasten Bogenkante. Der Kopf- und Sturzriegel ist mit einer Inschrifte versehen. Vor dem 2. Weltkrieg wurde der Wohnteil erneuert und erweitert (zweigeschössig, Ziegel massiv, Giebeldreieck zweifach vorkragend, mit Fachwerk). Die Fensterklappen und Fenster wurden ebenfalls erneuert. Das Baujahr ist nach Balkeninschrift 1808.


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BIELEFELDER STR. 3 - HOFKAPELLE

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 48


Das Ziegelfachwerkgebäude ist auf einem polygonalem Grundriss unter einem Zeltdach aus Schiefer. Die Holztür und das Oberlicht verfügt über ein Medaillon mit einem Chistusmonogram. Im Inneren ist ein Rokokoaltar. Baujahr nach Balkeninschrift 1762.


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BIELEFELDER STR. 3 - SPEICHER

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste 46


Es ist ein Zweigeschossiger Ziegelfachwerkspeicher auf einem verputzem Bruchsteinsockel mit einer Werkstein-Oberschicht unter einem Satteldach. Das Giebeldreieck ist auf profilierten Knaggen zweifach vorkragend und im oberen Teil verbrettert. Mittig sind drei übereinanderliegende Ladeluken (Nordgiebel). Die Süd- und Westfassade ist mit einem Ziegelbehang versehen.
Der Speicher stammt aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.


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Bielefelder Str. - Bildstock "Gott Vater"

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 21


Ein Bildstock aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Gewandfigur ist auf einem gestuften und scharrierten Sandsteinsockel, mit im Segensgestus erhobener rechter Hand sowie einer Weltkugel mit Kreuz (Symbol des Weltenherrschers, majestas domini) in der linken Hand. Es ist eine bewegt barocke Darstellung, in dieser Zeit ein verhältnismäßiger seltener Typus.


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Brockhäger Str. 18 - Kötterhaus

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 19


Der Vierständerbau mit Putzausfachungen ist unter einem Satteldach. Die Giebeldreiecke sind auf profilierten Knaggen vorkragend und verbrettert (erneuert). Ein schlichtes Deelentorgestell (zugemauert) ist vorhanden mit einem breitem Sturzriegel. Es gibt verschiedene Eingriffe in das Gefüge, nordöstlich ist ein moderner Anbau. Auch die Fenster des Gebäudes sind neu. 
Die Lage ist städtebaulich bedeutend.


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Bussemasstr. 3 - Vierständer Längsdeelenhaus

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 53


Das Fachwerk-Gebäude ist unter einem Satteldach. Die Torriegelinschrift beinhaltet u.a. das Aufrichtungsdatum 1765.

Das Bauernhaus ist bedeutend für die Entwicklung der landwirschaftlichen Arbeits- und Produktionsverhältnisse in Harsewinkel.
An der Erhaltung und Nutzung besteht aus wissenschaftlichen, insbesondere ortshistorischen u. volksmundlichbauhistorischen Gründen ein öffentliches Interesse.


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Clarholzer Str. 9 - Doppelbildstock

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 52


Der Bildstock ist auf einem erneuerten Ziegelsockel, 1981 nach Renovierung umgesetzt. Beidseitig sind rechteckige Nischen mit Steinmetzarbeiten versehen. Auf der Vorderseite ist eine Darstellung des Stromberger Kruzifixes mit einer Inschrift. Auf der Rückseite ist eine Madonna mit Kind, beide im Strahlenkranz und bekrönt, mit aufwendigen Gewändern. Maria ist als Himmelskönigen mit einem Zepter ausgestattet, das Christuskind hat ebenfalls ein Herrschersymbol (Kugel mit Kreuz). Auf der linken Schmalseite ist eine Inschrift. Auf der rechten Schmalseite ist eine Angabe der Stifter unter der Darstellung eines Maurerwinkels und eines anderen Werkzeuges. Die Stirnwände der Nischen tragen stilisierte Girlanden als Ornament. Den oberen Abschluß bildet ein geschweifter, profilierter Aufsatz mit Kugelbekrönung.
Dieser barocke Bildstock ist bedeutend für die Stadt Harsewinkel, weil er ein eindrucksvolles Dokument der Volksfrömmigkeit darstellt und die Entwicklung der Religionsstätten dokumentiert.



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Clarholzer Str. 50 - Wegekapelle

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 32


Das Ziegelfachwerkgebäude ist auf einem quadratischem Grundriss unter einem Walmdach. Die offene Südfassade hat einen Doppelbogen. Die Mittelstütze des Gebäudes ist unter dem Sturzriegel, der eine Inschriften besitzt. Im Inneren auf einem Sockel ist eine Pieta-Gruppe (die Pieta ist aus Holz und stammt aus der alten St. Lucia- Pfarrkirche), davor ist ein modernes schmiedeeisernes Gitter.

Es ist die einzige erhaltene Wegekapelle für die Feldprozessionen und stammt ursprünglich aus der Barockzeit. Die Wegekapelle wurde im Jahre 1703 erbaut.


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Haarweg 6 - Schafstall-Wagenschuppen

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 49


Der Ziegelfachwerkbau auf hohen Natursateinsockel ist unter einem Satteldach. Die Giebeldreicke sind auf profilierten Knaggen vorkragend und verbrettert (alte Vertikale und horizontale Teilung). Im östlichen Teil ist der Wagenschuppen, mittig befindet sich der Schafstall und westlich ist ein Schuppen mit einem Schleppdach. Der Ständer ist mit Kopfbändern an allen vier Seiten ausgestattet. In der Trennwand befindet sich eine ähnliche Konstruktion zur Versteifung. Die Ausfachung ist innen aus Lehm. In dem Sturzriegel und den Kopfbändern befinden sich Inschriften.

Der Schafstall ist aus dem Jahre 1691, und somit der älteste in Harsewinkel.


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HAARWEG 10 - SPEICHER

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 10


Ein landwirtschaftliches Mehrzweckgebäude in seltener Bauweise, 1844 errichtet. Es ist ein Ziegelfachwerkbau auf einem Werksteinsockel unter einem Satteldach.


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Haarweg 12 - Bildstock-Relief

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 40


Eine Reliefdarstellung in profiliertem, leicht spitzbogigem Rahmen mit einer großen Bildtiefe. Eine Firgurenreiche Darstellung einer Kreuztragungsszene (Christus fällt unter dem Kreuz).
Das Relief ist ein ehemaliger Bestandteil der Kreuzwegstation der alten St. Lucia-Pfarrkirche. Es stammt aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts.


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Haller Str. - Kriegsgräberstätten auf dem alten Friedhof in Greffen

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 43


Diese Kriegsgräberstätte ist bedeutend für die Stadt Harsewinkel, denn sie dokumentiert den Aufenthalt russischer Kriegsgefangener, die im Greffener Reichsarbeiterdienstlager untergebracht waren und in der Landwirtschaft gearbeitet haben. Das Kriegsgefangenenlager in Greffen war wohl kurz nach Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion (22.06.1941) eingerichtet worden.
Die schlichten 15 Grabplatten mit Namen und Daten der Toten (1941-1945) sowie der Gedenkstein mit der Inschrift in russischer Sprache wurden erst später errichtet.


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Harsewinkeler Str. 4 - Doppelbildstock

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 24


Der Doppelbildstock aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts verfügt über eine geschweifte Sandsteinplatte mit seitlichen Voluten und einer eisernen Bekrönung in Form des päpstlichen Kreuzes. Die mit Ölfarben überstrichene doppelseitige Reliefdarstellung zeigt die Kreuzigung und Pieta.

Es ist ein Landschafts- und zeittypischer Bildstock unter alten Eichen.


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Harsewinkeler Str. - Doppelbildstock
Kreuzigung / Gnadenmadonna von Telgte

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 17


Ein typischer Bildstock des Münsterlandes aus dem 18. Jahrhundert aus Stein (Entstehung vermutlich 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts). Die Initialien auf der Seitenwange und das Datum 1878 beziehen sich wahrscheinlich auf eine Reparatur, eine Versetzung oder eventuell auch auf einen Besitzerwechsel.



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Im Kirchspiel 9 - Hofhaus

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 55


Ein Vierständer Fachwerk-Gebäude mit einer Ziegelausfachung unter einem mit Hohlpfannen gedecktem Satteldach. Unter anderem ist am Sturzriegel des Deelentores die Jahreszahl "Anno 1731" ablesbar.


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Im Kirchspiel 9 - Hofkreuz

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 56

Ein gestufter Kunststeinsockel mit einer Inschriftplatte und einem schlichten Kunststeinkreuz. Der Korpus besteht aus Holz und ist mit Ölfarbe gestrichen, im Dreinageltypus.

Ein zeitliches Dokument der Volksfrömmigkeit.


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IM KIRCHSPIEL - HOFKAPELLE

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 30


Die Hofkapelle ist ein Ziegelgebäude unter einem Satteldach mit Rundbogenfenstern. Es gibt ein Rundbogenportal, dass in romanische Doppelsäulen eingestellt ist. Außerdem ist ein profiliertes Ortgesims mit Voluten vorhanden. Im Inneren Sockel ist eine Reliefdarstellung der Auferstehung Christi. Eine typische Hofkapelle in neuromanischen Formen aus dem Jahr 1908. Die Kapelle wurde auf Veranlassung von Kaplan Albert Freude errichtet, der von 1905 bis 1912 in Harsewinkel wirkte. Das Grundstück wurde vom Landwirt Heinrich Rinklake zur Verfügung gestellt.


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Im Kreuzteich 16 - Doppelbildstock

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 22


Der Sockel besteht aus Sandstein und besitzt eine Inschrift und Reliefdarstellung auf der Vorder- und Rückseite (datiert 1757). Die Bedachung ist dreieckig und verkröpft. Dieser Teil ist ein Kunststein. Die Reliefs sind in der Aufassung barock. Es handelt sich um einen Nachguß oder eine Kopie nach den Reliefs eines alten Bildstocks, zu dem die Inschrift gehört. Diese Nachbildung ist wohl um 1920/30 entstanden.

I
m Jahr 1992 wurde der Doppelbildstock von seinem ursprünglichen Standort im "Tecklenburger Weg", zum heutigen Standort "Im Kreuzteich 16" in Marienfeld umgesetzt (transloziert).



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Im Vechtel 21 - Hofkreuz

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 35


Der Sockel des Hofkreuzes besitzt eine Inschrift und ein Kunststeinkreuz. Der Holzkorpus ist im Dreinageltypus, eine barocke Formengebung. Es ist ein Zeittypisches Hofkreuz mit außergewöhnlich qualitätvollem Korpus.


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Im witten Sand 17 - Bildstock "Christus auf dem Ölberg"

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 11


Bildstock "Christus auf dem Ölberg" von 1846.


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JOHANNESPLATZ 4 - FACHWERKGEBÄUDE

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 26


Ein Giebelständiges, zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit einer Ziegelausfachung unter einem Satteldach. Die Giebeldreiecke sind auf profilierten Knaggen vorkragend verbrettert. Es besitzt außerdem noch eine alte Haustür und Fensterklappe.

Es ist ein Nachfolgerbau eines Kirchhofspeichers.


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JOHANNESPLATZ 14 - GEBÄUDE JOHANNESPLATZ 14 - EHEM. HAUS LINNING

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 16


Im Kern ist es ein kleines zweischiffiges Giebelhaus im Fachwerkbau. Es gab mehrere An- und Umbauten bis 1900.
Das Gebäude verfügt über eine städtebaulich wichtige Lage an der westlichen Zufahrt zum Kirchring.


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JOHANNESPLATZ - KATH. PFARRKIRCHE ST. JOHANNES

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 13


Der Ursprung der heutigen Pfarrkirche St. Johannes war eine kleine romanische Kirche mit einem Turm auf der westlichen Seite. Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche durch eine größere, spätgotische Saalkirche ersetzt, der Turm blieb jedoch von einer Neuerung ausgeschlossen. Vierhundert Jahre später war die Kirche für die Gemeinde zu klein geworden. Nach Plänen von Hilger Hertel d. J. wurde die spätgotische Kirche 1899 durch Hinzufügen von Seitenschiffen in eine Hallenkirche erweitert. Der Turm, der nun nicht mehr mit dem Gesamtbauwerk harmonierte, wurde ein Jahr später abgebrochen und durch einen Größeren ersetzt. 

Im Inneren der Kirche steht ein barocker Hochaltar (um 1750), der die jahrhundertlange Verbundenheit zur Abtei 
Marienfeld durch das Klosterwappen, symbolisiert. Zum Hochaltar gehören lebensgroße Plastiken des hl. Josef, hl. Johannes von Nepomuk und der hl. Maria mit Jesuskind auf dem Schoß. Die Kanzel (1. Hälfte 18. Jahrhundert) ist mit Reliefs der vier Evangelisten geschmückt. Die Seitenaltäre, Beichtstühle und Kreuzwegstationen sind aus der Zeit der Erweiterung 1899/1900 in neugotischem Stil gestaltet.


Die alte Johanneskirche. Quelle: Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 42: Kreis Warendorf. Bearbeitet von Karl Hölker. Hrsg. im Auftrage des Provinzialverbandes von Wilhelm Rave. Münster 1936


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KIRCHPLATZ 3 - WOHNHAUS-FASSADE

Ortsteil Harsewinkel - Denkmallist Nr. 39


Die denkmalwerte Wohnhaus-Fassade (Ostfassade) von ca. 1870 gehört zu einem traufständigen, zweigeschössigen Fachwerkgebäude mit Satteldach. Die Fassade ist mit einer später vorgesetzten Streifenputzfassade (alternierender Rauh- und Glattputzstreifen) versehen. Das Gebäude hat alte Fenster.

Die Fassade des Wohnhauses bildet einen wesentlichen Teil der Kirchplatzbebauung und ist daher städtebaulich bedeutend.


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KIRCHPLATZ 4 - FACHWERKHAUS WOHNHAUS

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 64


Ein t raufständiger Putzfachwerkbau ist auf einem Werksteinsockel unter einem Satteldach. Der südliche Hausteil ist unterklettert. Mittig befindet sich ein Dachhäuschen mit einer Ladeluke, nördlich ist das Giebeldreieck verbrettert. Die rückwertige Fassade ist im nördlichen Teil aufgestockt. Es ist ein Fachwerkgebäude in der den Kirchplatz nach Westen begrenzenden Häuserzeile.


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KIRCHPLATZ 5 - CLEMENSHEIM

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 9


In unmittelbarer Nähe des Westportals der St. Lucia Kirche in Harsewinkel befindet sich das Clemensheim, welches im Jahre 1812 errichtet wurde. Eigentümer des Hauses ist die Kath. Kirchengemeinde St. Lucia. Bis 1930 beherbergte das Haus die Mädchenschule von Harsewinkel, danach wurde die Mädchenschule umgebaut und anschließend als Kindergarten benutzt.
Bis zum Herbst 2010 wurde das Clemensheim von der katholischen öffentlichen Bücherei genutzt. Noch heute wird das historische Haus im nördlichen Teil als Schwesternheim genutzt, die erste Schwester des Franziskanerklosters zog bereits 1936 dort ein. 

Denkmalwert sind die drei Fachwerk-Fassaden, der Dachkörper (inklusive dem Dachstuhl und Sparren) und die 
Deckenbalkenanlage.


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KIRCHPLATZ 6 - ALTE DECHANEI

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 44


Die alte Dechanei ist ein langgestrecktes Putzfachwerkgebäude auf einem Bruchsteinsockel unter einem Walmdach. Der Sturzriegel der Haustür und des Tores des später eingebauten Wirtschaftsteiles (Querdeele) besitzt einige Sturzriegelinschriften (Chronogramme). Nach Brandschäden im Jahr 1972 wurde das Gebäude wieder hergestellt, dabei wurden die Dachgauben errichtet. 
Dieses Dechaneigebäude ist bedeutend für die Stadt Harsewinkel, denn es belegt die Entwicklung der Pfarrgemeinde seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert. Es ist das älteste Fachwerkhaus im Harsewinkeler Ortskern und bildet heute als einziges historisches Gebäude den nördlichen Abschluß des Kirchsplatzes.


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KIRCHPLATZ - KATH. PFARRKIRCHE ST. LUCIA 

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 14


Wohl schon im 9. Jahrhundert, mit der Gründung des Kirchspiels Harsewinkel, dürfte eine erste romanische Saalkirche errichtet worden sein. Diese wurde vermutlich im 15. Jahrhundert nach Westen hin durch eine kleine spätgotische Hallenkirche mit Westturm erweitert. 

Mitte des 19. Jahrhunderts erwies sich diese Kirche wegen der gewachsenen Bevölkerungszahl als zu klein. Nach 
langjährigen Überlegungen für einen Neubau erhielt der Architekt Emil von Manger den Auftrag, eine dreischiffige neugotische Hallenkirche mit Chorabschluss im Mittelschiff zu errichten. In den Jahren 1858 bis 1860 wurde die neue Kirche errichtet. 

Zunächst hatte man geplant, den alten Turm stehen zu lassen. Allerdings stürzte dieser nach dem Abriss der alten 
Kirche ein. Weil es in der Mitte des 19. Jahrhunderts an Geld mangelte, nicht nur die Kirche, sondern auch einen Turm zu errichten, blieb die Kirche bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts turmlos. Erst 1903/1904 wurde der ortsbildprägende Turm nach Plänen der Architekten Ludwig Becker und Wilhelm Sunder-Plaßmann errichtet. 

Der Westturm ist 58,5 Meter hoch. Über dem Portal befindet sich eine Skupltur der hl. Maria in einem neugotischen Maßwerkgiebel. Weiter oben, am zweiten Geschoss, steht eine Kreuzigungsgruppe. Der Turmhelm wird von vier achteckigen Türmchen flankiert und von einem Kreuz mit Wetterhahn bekrönt. 

Das neugotische Deckengewölbe, des Langhauses, lastet auf acht Rundpfeilern und vier Halb- und Ecksäulen. In den Jochen des Gebäudes befinden sich Buntglasfenster, die verschiedene Heiligenfiguren zeigen. Im Inneren der Kirche befinden sich von der neugotischen Innenausstattung aus dem 19. Jahrhundert noch zwei Seitenaltäre, eine Kreuzwegstation, der Tabernakel und Reste der Kanzel Die übrige neugotische Ausstellung fiel der Modernisierung des Kircheninneren Ende der 1950er-Jahre zum Opfer. Das älteste Ausstattungsstück, das die St. Lucia Kirche besitzt, ist ein Taufstein aus dem 13. Jahrhundert.


Die alte St.-Lucia-Kirche. Quelle: Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 42: Kreis Warendorf. Bearbeitet von Karl Hölker. Hrsg. im Auftrage des Provinzialverbandes von Wilhelm Rave. Münster 1936


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KLOSTERHOF 2 - EHEM. WIRTSCHAFTSGEBÄUDE UND TORHAUS DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 2


Die Nordseite des Klosterbezirks begrenzendes Gebäude, das nach einem Brand 1930 in vereinfachter Form wieder aufgebaut wurde. Das Gebäude ist ein Backsteinbau mit einer Werksteingliederung.
Über den übergegiebelten Durchfahrtrahmen sind in den Nischen Bildwerke der Hl. Maria und des Hl. Robert.


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KLOSTERHOF 4 - EHEM. WIRTSCHAFTSGEBÄUDE DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 5


Nordwestlich der Kirche errichteter eingeschossiger Wirtschaftstrakt aus Backstein.


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KLOSTERHOF 5 - EHEM. WIRTSCHAFTSGEBÄUDE DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 6


Nordwestlich der Kirche errichteter eingeschossiger Wirtschaftstrakt aus Backstein.






KLOSTERHOF 6 - EHEM. WIRTSCHAFTSGEBÄUDE DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 7



Nordwestlich der Kirche errichteter eingeschossiger Wirtschaftstrakt aus Backstein.






KLOSTERHOF 7 - EHEM. WIRTSCHAFTSGEBÄUDE DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 8



Nordwestlich der Kirche errichteter eingeschossiger Wirtschaftstrakt aus Backstein.






KLOSTERHOF 9 - EHEM. WIRTSCHAFTSGEBÄUDE DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 51

Das Mühlengebäude ist giebelständig zum Wasserlauf stehend und besitzt ein Krüppelwalmdach. Der Wohn- und Wirtschaftsteil ist in Fachwerk, bei der die östliche Traufseite geputzt ist. Rückwärtig ist ein kleiner Backsteinanbau mit einem Pultdach für die ehemals vorhandene Turbine. Im Innern der Mühle ist ein ehemaliger Mahlboden und Antriebsraum erhalten. Die Mahltechnik sowie das Wasserrad ist nicht mehr vorhanden. Der Steg ist über das Oberwasser in Verbindung mit der ehemaligen Stauanlage.
Ein Sandsteinsockel auf der gegenüberliegenden Wasserseite ist der ehemalige Standort einer Nepomukfigur.
Der Mühlteich ist ein Bestandteil des Gesamtdenkmals "Ehem. Klostermühle".






KLOSTERHOF 10 - EHEM. ABTEIGEBÄUDE DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 18



Das ehemalige Abteigebäude ist ein zweigeschossiger Backsteinbau mit einer Sandsteingliederung über dem hohen Keller, unter einem Satteldach. Es wurde 1699 - 1702 an der Westfassade der ehemaligen Abteikirche erbaut. Das Abteigebäude verfügt über ein rundbogiges Eingangsportal, zu dem beidseitig eine Flügeltreppe führt. Außerdem verfügt das Gebäude über eine außerordentlich wertvolle Ausstattung. Vor dem Abteigebäude befindet sich noch ein Torpfeilerpaar und eine Pumpe mit einer barocken Ummantelung.






KLOSTERHOF 11 - KATH. PFARRKIRCHE, EHEM. KLOSTERKIRCHE DES ZIESTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 1



Das ehemalige Kloster wurde im Jahr 1185 gegründet.
Es ist die einzige erhaltene frühe Zisterzienserkirche des Landes und von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der westfälischen Hallenbaukunst. Der Kirchenbau ist der erste westfälische in verputztem Backstein. Das Gebäude verfügt über eine besonders wertvolle historische Ausstattung. Von dem ehem. Kloster ist der südlich neben dem Langhaus gelegene Kreuzgangflügel erhalten.

Ein Torpfeilerpaar ist südlich des östlichen Wirtschaftstraktes in Verbindung mit den Abschlußmauern: Die Torpfeiler wurden wahrscheinlich im Zusammenhang mit den Wirtschaftsgebäuden zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet, sie sind Bestandteil der ehem. Zisterzienserkloster-Anlage.

Das dreiteilige Rundbogenportal mit zwei kleinen Seitentüren von 1725 aus gelbem Sandstein mit den anschließenden Mauerstücken begrenzt den Vorhof vor dem Nordportal der Abteikirche und verbindet gleichzeitig den Kirchen- und Klosterbezirk mit der Ökonomie. Das Portal hat mittig einen geschweiften Aufsatz mit der Darstellung des Symbols der fünf Wunden Christi, über den Wandvorlagen seitlich davon befinden sich vollplastische Figuren der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Das Objekt ist als Bestandteil des ehem. Zisterzienserklosters bedeutend für die Entwicklung der westfälischen Klosterbaukunst, insbesondere hier der Bildhauerkunst.






KLOSTERHOF 12-15 - EHEM. WIRTSCHAFTSGEBÄUDE DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 4



Das ehemalige Wirtschaftsgebäude ist ein nordöstlich der Kirche errichteter eingeschossiger Wirtschaftstrakt aus Backstein mit einer Werksteingliederung und einem zweigeschossigen Risalit, das fünfachsig ist. Die Tozufahrt ist heute überwiegend vermauert.






KLOSTERHOF 16 - EHEM. WIRTSCHAFTSGEBÄUDE DES ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 12



Nordwestlich der Kirche errichteter eingeschossiger Wirtschaftstrakt aus Backstein.






KLOSTERHOF - RESTMAUER DER EHEM. WADENHART-KAPELLE

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 3



Der Bruchsteinmauerrest (mit einer Nische) der Ostwand der ehemaligen Wadenhart-Kapelle aus dem 11. Jahrhundert steht östlich vor der Klosterpforte. Der Name der Kapelle verweist auf eine untergegangene Marienfelder Bauerschaft und diente der gottesdienstlichen Versorgung der Gläubigen im östlichen Teil des Kirchspiels Harsewinkel. Die Messen wurden von Mönchen des Klosters Liesborn gelesen. 

Mit der Gründung des Klosters Marienfeld 1185 wurde die Kapelle den Mönchen als Gotteshaus zugewiesen und diente 
der Feier der Stundengebete und Gottesdienste bis zur Fertigstellung der Abteikirche im Jahr 1222.

Auf Ansichten des späten 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts ist sie noch eingezeichnet.






KLOSTERSTR. 2 - HOFANLAGE

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 23



Die Hofanlage ist eine der ältesten Marienfelds. Es ist ein Dokument der Lebens-, Arbeits- und
Produktionsverhältnisse eines Meierhofes:

  • Hofhaus, bez. 1845, Vierständerbau mit Ziegelausfachung auf Natursteinsockel unter Satteldach.
  • Speicher, bez. 1830, zweigeschossiger Fachwerkbau mit Ziegelausfachung auf Natursteinsockel unter Krüppelwalmdach.
  • Schafstall, 1. Hälfte des 18. Jh., Ziegelfachwerk auf Natursteinsockel unter Satteldach.
  • Entenhaus, um 1900, eingeschossiges Ziegelfachwerkgebäuge unter flachgeneigtem Walmdach.
  • Säulenstumpf mit schlichtem Blattkapitell
  • Sockel, wohl 18. Jh. mit Fruchtgehängen.
  • Umfassungsmauer, 2. Hälfte des 19. Jh.





KLOSTERSTR. 4 - "RINCKLAKE HAUS"

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 54



Im Jahr 2005 wurde das Rincklake Haus von seinem ursprünglichen Standort "Im Kirchspiel 5, Harsewinkel", zum heutigen Standort an der Bielefelder Straße in Marienfeld umgesetzt (transloziert).

Das Vierständer Fachwerk-Gebäude mit einer Ziegelausfachung ist unter einem mit Tonpfannen gedecktem Satteldach.
Die Wirtschaftsgiebelfassade wurde im ausgehendem 19. Jahrhundert als Ziegelwand mit zeittypischer Ornamentik erneuert.

Es ist das Geburtshaus des Malers Johann Christoph Rincklake.






KLOSTERSTR. - NEPOMUK-FIGUR

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 15



Nepomuk-Figur aus Baumberger Sandstein, Mitte 18. Jahrhundert.






KLOSTERSTR. - BRUNNENHÄUSCHEN AUS DEM INNENHOF DES EHEM. ZISTERZIENSERKLOSTERS

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 28



Das Brunnenhäuschen aus Baumberger Sandstein stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und hatte seinen ursprünglichen Standort auf dem Wirtschattshof des Klosters Marienfeld. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 wurde es an die Kreuzung der Landstraßen nach Gütersloh und nach Herzebrock versetzt. Dort hatte es seinen Standort gegenüber der Gaststätte Deutsches Haus.

Als es 1952 der Verbreiterung der Straße weichen sollte, erwarb es der Heimatverein Marienfeld und veranlasste seine Versetzung an den heutigen Standort vor der Klosterpforte, um es dort als Denkmal für die Gefallenen des 2. Weltkriegs zu nutzen. Am Buß- und Bettag des Jahres 1955 wurde das Denkmal mit der Skluptur den hl. Georg von Hubert Hartmann eingeweiht. Bei der Eintragung in die Denkmalliste wurde diese nicht berücksichtigt.

Literatur:
Eckhard Möller: Das Gefallenendenkmal in Marienfeld und ein Streit um den heiligen Georg. In: Heimatjahrbuch Kreis Gütersloh 2011, S. 44-50.






MARIENFELDER WEG / KREUZSTRAßE - KORPUS VOM SOG. "BITTERS KREUZ"

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 59



Ein barocker Korpus aus Eichen-Holz. Dreinageltypus mit links geknotetem, langem Lendentuch mit kreuzweise parallel gearbeiteten Falten, nach rechts geneigtem Kopf mit Dornenkrone.






MARKENWEG 1 - BAUERNHAUS MIT ZWEI SCHEUNEN

Ortsteil Harsewinkel - Denkmal 67


Zum Denkmal gehören das Haupthaus und zwei parallel gebaute Nebengebäude mit
dem alten Baumbestand.

Das Haupthaus ist ein Vierständerbau auf einem Werksteinsockel, der im Giebel auf das Jahr 1849 datiert wird und 1907 erweitert wurde. Die Gefache sind mit Ziegelmauerwerk gefüllt. Erwähnenswert sind der auf 1850 datierte Kamin im Flett, die Terrazzofußböden sowie die Zimmertüren und die Treppe vom Anfang des 20. Jahrhunderts. In der Deele sind die Hillen und Kuhnackenriegel sowie die Futterkrippen auf beiden Seiten erhalten.

Die Remise und die Scheune wurden 1920 bzw. 1936 errichtet.




MAX-PLANCK-STR. 3 - SEILEREI

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste Nr. 60



Im Kernbau der Seilerei ist die Abzimmerung aus Eichenholz und Nadelholz. Die Traufwände sind mit Schwellen und Rähm abgezimmert und die Dachabdeckung ist aus roten Hohlziegel.
Die Abzimmerung im Verlängerungsbau ist komplett aus Eichenholz. Die Traufwände sind hier ohne
Schwellenausbildung.
In der technischen Einrichtung verfügt die Seilerei über eine elektrische Seilschlagmaschine, eine handbetriebene Seilschlagmaschine und zwei Schlitten.






MÜNSTERSTRAßE / AM RHEDAER BACH - NEPOMUK-FIGUR

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 42



Eine Sansteinfigur des Johannes von Nepomuk auf einem hohen Ziegelsockel. In der Inschrift steht "W.L.B. 1806" und "S. Johannes Nepomuc". Dem im Priesterornat dargestellten Heiligen sind als Attribute ein Kruzifix und eine Märtyrerpalme beigegeben.

Die Nepomuk-Figur ist beudetend für die Stadt Harsewinkel, denn sie dokumentiert die Verehrung dieses "Brückenheiligen" seit der Mitte des 18. Jahrhunderts.






NEUMÜHLENSTR. 10 - NEUE MÜHLE

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 62



Die neue Mühle ist ein eineinhalbgeschossiger Fachwerkbau mit einer Ziegelsteinausfachung unter einem mit Pfannen gedecktem Satteldach. Die südliche Giebelfläche ist massiv, mittig in der östlichen Dachfläche steht ein Zwerchhaus mit Kranbalken und einer Ladetür.






OESTER 1 - FACHWERKGEBÄUDE "DEUTSCHES HAUS"

Ortsteil Marienfeld - Denkmalliste 41



Ein Vierständerbau mit einer Putzausfachung unter einem Satteldach. Die Südfassade (straßenseitig) hat profilierte Traufknaggen, dazwischen sind geschnitzte Füllhölzer und darüber sind Zahnschnittfries. Außerdem ist ein Zwerchhaus mit einer Ladeluke und einem Kragbalken vorhanden.
Die Bedeutung des Gebäudes für Marienfeld liegt in der seit 1851 belegbaren und eventuell bis ins 18. Jahrhundert zurückliegenden Benutzung als Poststation. Baujahr nach Balkeninschrift 1789.






OESTERWEGER STR. 14 - DOPPELBILDSTOCK

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 38







Der Doppelbildstock hat einen gestuften Sockel mit einer Inschrifttafel und einer Deckplatte. Es ist weiterhin eine klassizistische Ädikula mit einem flachen Dreiecksgiebel vorhanden. Eine doppelseitige Reliefdarstellung zeigt ein Kruzifix und eine Madonna.
Der Doppelbildstock stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert.






OESTERWEGER STR. 15 - HOFKAPELLE

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 29

 

Ein Ziegelbau in mittelalterlicher Formensprache. Im Inneren ist eine Figur eines segnenden Herz-Jesu auf einem hohen Sockel (gotisierend). Eine verhältnismäßig große, aufgrund eines letzten Willens errichtete Hofkapelle, vor der noch heute Marienandachten stattfinden. Das Erbauungsjahr ist 1906.






OSTORTSTR. 7 - DOPPELBILDSTOCK

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 33



Der Doppelbildstock hat ein Sandsteinsockel mit einer klassizistischen Gliederung (Inschriften auf vier Seiten und profilierter Deckplatte). Die aufrechte, seitlich eingezogene und klassizistisch dekorierte Sandsteinplatte hat einen geschweiftem Abschluß und eine Knaufbekrönung mit einem Papstkreuz.
Es zeigt eine doppelseitige Reliefdartstellung der Kreuzigungszene und Pieta (hochbarocke Formengebung). Der Doppelbildstock ist aus dem Jahre 1807.






OSTORTSTR. 7 - FACHWERK BAUERNHAUS

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 63



Das Bauernhaus ist ein vierständer Fachwerkbau mit Flett und Kammerfach. Es steht auf einem Natursteinsockel und ist unter einem mit roten Tonfalzziegeln gedecktem Satteldach, bestehend aus Eichenholzsparren. Die Giebeldreiecke
sind auf profilierten Knaggen vorkragend. Das Deelentorgestell beinhaltet Radabweiser und eine Inschrift. Laut Inschrift ist das Gebäude auf das Jahr 1799 datiert. Die linke Traufe des Kammerfachs hat eine Kübung. Die Feuerstelle ist weitestgehend erhalten, eine Sansteineinfassung mit Inschrift und Datum 1724.






PELKMANNS FELD 1 - BILDSTOCK

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste 31



Ein barocker Sandsteinbildstock mit ausgeprägten barocken Gliederungselementen. Der gestufte, pilastergegliedeter Sockel besitzt eine profilierte Deckplatte. Das Gehäuse ist ausgestattet mit einem geschweiften Giebelaufsatz und einer Kreuzbekrönung. Pilastergegliedert ist ebenfalls die Vorderseite, dort ist auch eine Rechtecknische mit einem originalem schmiedeeisernem Gitter. Im Giebel sind Medaillons mit den Namen der Errichter dieses Bildstocks. Der Bildstock ist aus dem Jahre 1709.

Der Bildstock Pelkmanns Feld 1 (ehemals Remse 30), wurde um 1982 von seinem ursprünglichen Standort direkt an der Hofzufahrt an der B 513 etwa 150m zu Hof hin, unter einem Eichenbestand versetzt.






REMSER WEG / AM SCHULKREUZ - WEGEKREUZ, SOG. "SCHULKREUZ"

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 58



Ein jüngeres Kreuz mit einem Korpus des 19. Jahrhunderts (mit deckender Farbschicht).
Ein Dreinageltypus mit stark betontem Rippenbogen und rechts geknotetem, langem Lendentuch. Der Kopf, auf dem eine Dornkrone ist, ist nach rechts geneigt.






SASSENBERGER STR. - SCHNATSTEIN / GRENZSTEIN

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 50



An der westlichen Harsewinkeler Stadtgrenze - zugleich Grenzlinie der Kreise Gütersloh und
Warendorf - 
dokumentieren drei barocke Schnatsteine (Sassenberger Str./ Tatenhauser Weg/ Warendorfer Landweg) die östliche Grenze des Jagdgeheges des Fürstbischofs von Münster. Der ließ das Gehege zum Schutz seines Wildparks errichten, den er um sein Schloss in Sassenberg angelegt hatte.

Die Vorderseite zeigt ein verziertes Wappenschild in dessen Mitte die ineinander verschlungenen Buchstaben C, A und E lesbar sind (Clemens August Episcopus [=Bischof]). Schwert und Bischofsstab verweisen auf die weltliche und geistliche Macht, die Krone auf den kurfürstlichen Rang des Bischofs. Unter dem Schild ist die Inschrift "Privatives Geheeg" zu lesen. Die Innschriften auf der Rückseite verweisen auf den Verlauf des Landhagen, der das Gehege umschließt. Außerdem ist dort die Nummer des Schnatsteins angegeben.



Die Inschrift auf der Rückseite des Schnatsteins an der Sassenberger Straße lautet: "Der Hagen schnadet von der Ems bisz auf die Hessel".






SCHÜTZENSTR. 120 - HOFKAPELLE

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 34



Ein Kunststeingehäuse auf einem gestuften Sockel. Die Hofkapelle hat eine große, von Pfeilern getragene Rundbogenöffnung mit einem barockisierendem Rundgiebel. Im Giebelfeld ist ein Christusmonogramm mit Nimbus.
Im Inneren (Tonnengewölbe) ist eine Pieta-Plastik auf einem Kunststeinsockel.






SCHÜTZENSTR. / SCHWARZER WEG - DOPPELBILDSTOCK

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 37



Ein schlichter Sockel mit einer profilierten alten Deckplatte. Die aufrechte, barock geschweifte Sandsteinplatte endet mit Voluten an den Schmalseiten. Die doppelseitige Reliefdarstellung zeigt "Christus fällt unter dem Kreuz" und "Madonna mit den sieben Schwertern". Die Reliefdarstellungen sind jeweils von zwei Puttenköpfchen flankiert. Das Baujahr ist auf 1791 datiert.






STEINHÄGER STR. 22 - BILDSTOCK

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 57



Ein Sandstein Bildstock auf gestuftem Sockel mit einer profilierten Deckplatte. Der Bildstock hat drei
Reliefdarstellungen: Auf der Vorderseite ist eine Darstellung der Kreuzigungszene, die Rückseite zeigt den Fall Christus unterm dem Kreuz und die Westseite stellt den Evangelisten Markus dar.
Der Sockel und die Reliefplatten sind jeweils mit Inschriften versehen.
Der Bildstock stammt aus dem Jahr 1739.






STEINHÄGER STR. 22 - SÄGEMÜHLE MEIER-OSTHOFF

Ortsteil Harsewinkel - Denkmalliste Nr. 61

Allgemeine Informationen:

Die Sägemühle Meier Osthoff mit der Wehranlage wurde 1886 erbaut. Zunächst mit einem Wasserad angetrieben, erfolgte 1905 der Einbau einer Francis-Turbine. Das technische Denkmal ist von überregional herausragender dokumentarischer Bedeutung un die einzige Sägemühle im Kreis Gütersloh.

Von 2010 bis 2013 wurden am Turbinengebäude, am Motor und am Mühlengebäude Sanierungsarbeiten durchgeführt.
Die durch Wasser angetriebene Turbine oder der ebenfalls in Stand gesetzte Elektromotor treiben das Gatter an undmachen es möglich, Baumstämme bis zu einer Stärke von ca. 50 cm Durchmesser ohne Schwierigkeiten zu sägen.

Öffnungstermine sind auf der Homepage des Fördervereins Sägemühle Meier Osthoff e.V. zu finden.



Begründung des Denkmalwertes:

Die Sägemühle ist eine aus mehreren Teilen bestehende eingeschossige Anlage in Fachwerk. Der Kernbau ist unter einem Satteldach das traufständig zum Gewässer steht. Südlich ist der Exenterantriebs Anbau und ein Pultdachanbau für den Hilfsantrieb, Südwestlich ist ein Akumulatorenanbau. Das Turbinenhaus ist in Ziegelbauweise unter einem Satteldach.

Technische Einrichtung: Akumulatoren mit Sandsteingerüst, Stromverteilung und Schalttafel. Sägegatter mit Gatterwagen Exenterantrieb, Gleisen und Loren. Kreissäge, Transmissionen und Rhiemenführung. Francis - Schachturbine mit stehender Welle.

Die Sägemühle Meier Osthoff mit der Wehranlage wurde 1886 erbaut und ist als technisches Denkmal in die Denkmalliste der Stadt Harsewinkel eingetragen. Sie ist von überregional herausragender dokumentarischer Bedeutung und die einzige Sägemühle im Kreis Gütersloh.

Von 2010 bis 2013 wurden am Turbinengebäude, am Anbau für den Motor und am Mühlengebäude
Sanierungsarbeiten durchgeführt. Die durch Wasser angetriebene Turbine oder der renovierte Elektromotor treiben das Gatter an und machen es möglich, Baumstämme bis zu einer Stärke von ca. 50 cm Durchmesser ohne Schwierigkeiten zu sägen.

Öffnungstermine sind auf der Homepage des Fördervereins Sägemühle Meier Osthoff e.V. zu finden.



Website des Fördervereins Sägemühle Meier Osthoff Harsewinkel




TATENHAUSER WEG - SCHATSTEIN / GRENZSTEIN

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 50



An der westlichen Harsewinkeler Stadtgrenze - zugleich Grenzlinie der Kreise Gütersloh und
Warendorf - 
dokumentieren drei barocke Schnatsteine (Sassenberger Str./ Tatenhauser Weg/ Warendorfer Landweg) die östliche Grenze des Jagdgeheges des Fürstbischofs von Münster. Der ließ das Gehege zum Schutz seines Wildparks errichten, den er um sein Schloss in Sassenberg angelegt hatte.

Die Vorderseite zeigt ein verziertes Wappenschild in dessen Mitte die ineinander verschlungenen Buchstaben C, A und E lesbar sind (Clemens August Episcopus [=Bischof]). Schwert und Bischofsstab verweisen auf die weltliche und geistliche Macht, Die Krone auf den kurfürstlichen Rang des Bischofs. Unter dem Schild ist die Inschrift "Privatives Geheeg" zu lesen. Die Innschriften auf der Rückseite verweisen auf den Verlauf des Landhagen, der das Gehege umschließt. Außerdem ist dort die Nummer des Schnatsteins angegeben.



Die Inschrift auf der Rückseite des Schnatstein am Tatenhauser Weg lautet: "Schnadet auf die Hessel und den ferneren Münsterschen Landschnad".






VERSMOLDER STR. 50 - FACHWERK SPEICHER

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 66



Ein zweigeschossiges Fachwerkgebäude auf einem Bundsteinsockel unter einem Satteldach. Das Erdgeschoss hat eine Bruchsteinausfachung, im Obergeschoss wurden Ziegel verwendet. Die Südfassade ist verputzt. An den Fensteröffnungen des Speichers sind Holzgitter. Außerdem besitzt das Gebäude einige alte Türen.






WARENDORFER LANDWEG - SCHNATSTEIN / GRENZSTEIN

Ortsteil Greffen - Denkmalliste Nr. 50



An der westlichen Harsewinkeler Stadtgrenze - zugleich Grenzlinie der Kreise Gütersloh und 
Warendorf - 
dokumentieren drei barocke Schnatsteine (Sassenberger Str./ Tatenhauser Weg/ Warendorfer Landweg) die östliche Grenze des Jagdgeheges des Fürstbischofs von Münster. Der ließ das Gehege zum Schutz seines Wildparks errichten, den er um sein Schloss in Sassenberg angelegt hatte.

Die Vorderseite zeigt ein verziertes Wappenschild in dessen Mitte die ineinander verschlungenen Buchstaben C, A und E lesbar sind (Clemens August Episcopus [=Bischof]). Schwert und Bischofsstab verweisen auf die weltliche und geistliche Macht, Die Krone auf den kurfürstlichen Rang des Bischofs. Unter dem Schild ist die Inschrift "Privatives Geheeg" zu lesen. Die Innschriften auf der Rückseite verweisen auf den Verlauf des Landhagen, der das Gehege umschließt. Außerdem ist dort die Nummer des Schnatsteins angegeben.



Die Inschrift des Schnsteins an dem Warendorfer Landweg lautet: "Der Emsflusz in seinem natürlichen Lauff schnadet bisz auf Warendorff und von diesem bis auff die Hessel schnadet der Hagen."




Glossar

Hier finden Sie die Erläuterungen von Fachbegriffen, die in der Beschreibung einzelner Denkmäler vorkommen. 

| A | B | C | D | E | F | G | H K | L | M | N | O | P | R | S | T | V | W | Z |

Ausfachung
Füllung eines, von den Holzbalken eines Fachwerkhauses gebildeten, Gefachs. Die Füllung erfolgt entweder mit einem Lehmgeflecht oder mit Backsteinen.

Ädikula
Eine Ädikula ist ein kleines der Antike nachempfundenes Stilelement an einem Bauwerk.

Bildstock
Ein Bildstock oder Wegekreuz ist ein religiöses Kleindenkmal.

Chronogramm
Ein Chronogramm ist eine Innschrift, meist in lateinischer Sprache, bei der alle darin vorkommenden Buchstaben, die zugleich römische Zahlensymbole sind (I,V,X,L,C,D,M), addiert die Jahreszahl des Ereignisses ergeben, auf das sich der Text des Chronogramms bezieht.

Dachgaube (Zwerchhaus)
Kleine in Querrichtung auf dem Dach sitzende Aufbauten mit Sattel- oder Walmdach und Fenster- oder SpeichertürÖffnung.

Diele
Der Hauptwirtschaftsraum im vorderen Bereich eines Hallenhauses, zwischen den Ständerreihen.

Einhälsung
Die Einhälsung (auch Einhalsung) ist eine Holzverbindung bei der der Balken mit dem Ständer verbunden wird.

Fase (Verb: einfasen)
Eine zu einer schrägen glatten Fläche abgearbeitete Kante zur Vermeidung von Verletzungsgefahr und zur Verschönerung.

Flett
Das Flett ist urspünglich eine Wohnküche, die im hinteren Hausbereich lag und die gesamte Hausbreite einnahm.

Füllholz
Zumeist profiliertes Holz, zwischen Balkenköpfen von außen als Verkleidung der Decke eingeschoben.

Hallenhaus
Das Hallenhaus, wegen seines regionalen Bezuges zumeist niederdeutsches Hallenhaus genannt, ist ein 13. -15. Jahrhundert aufgekommenes Wohnstallhaus der bäuerlichen Bevölkerung in Fachwerbauweise. Ein Hallenhaus teilte sich meist in drei Bereiche auf: Diele, Flett und Kammerfach.

Kammerfach
Hinter der Herdwand gelegenes Ende des niedeutschen Hallenhauses, bestehend aus einer Zimmerreihe.

Kanzel
In katholischen Kirchen ein erhöhter Standort für die Predigt, meist über eine Treppe erreichbar, von einer Brüstung umgeben und einem Schalldeckel überdacht.

Knagge
Winkelholz, das die Balken verriegelt und den Überhang konsolenartig abstützt.

Kopfband
Band zwischen Ständer und Rahmen.

Kopfriegel
Riegel als waagerechte Aussteifung zwischen den Ständerköpfen.

Kübbung
Eine Raumerweiterung, meist an der Traufseite eines vorhandenen Gebäudes, die durch Verlängerung der Dachschräge entsteht.

Landhagen
Befestigung, die ein ganzes Land umzieht und den Eintritt in dieses verwehrt. Es wurden meist Wälle und Gräben für einen Landhagen verwendet.

Monogramm
Unter einem Monogramm verstand man ursprünglich einen Einzelbuchstaben. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff zur Bezeichnung von kunstvoll gestalteten Buchstaben verwandt, die zu einem Zeichen zusammenfügte.

Nimbus
Heiligenschein

Ortgesims
Der Ortgesims bezeichnet den seitlichen Abschluss der Dachfläche am senkrecht stehenden Giebel.

Pieta
Ein Andachtsbild, das Maria mit dem vom Kreuz herab genommenen Sohn im Schoß darstellt.

Plastik
Ein dreidimensionales Werk der Bildhauerkunst. (Ähnlich einer Skulptur)

Profilierung
Eine Oberflächenstruktur, die Erhebungen und Vertiefungen aufweist.

Radabweiser
Ein Radabweiser ist ein gerundetes Bauteil aus Stein oder eine andere massive Konstruktion zum Schutz von Gebäudeecken oder Einfahrten vor Beschädigung von Rädern und deren Radnaben.

Relief
Bei einem Relief handelt es sich um eine künstlerische Darstellung, die sich plastisch vom Hintergrund abhebt.

Risalit
Ein Risalit (ital. risalto, "Vorsprung") ist ein - zumeist auf ganzer Höhe - aus der Fluchtlinie eines Baukörpers hervorspringendes Gebäudeteil.

Scharrieren (Verb)
Gleichmäßige, parallele Rillen als Oberflächenmuster mit dem Steinmetzeisen auf einem Stein anbringen.

Schnat
Das Wort "Schnat" kommt aus dem niederdeutschen "Snat" und bedeutet "Grenze".

Schwelle
Balken als unterer Abschluß bzw. Unterlage von Holzkonstruktionen.

Sockel
Der etwas vorspringende Unterbau eines Gebäudes. Auch der Block, auf dem eine Statue steht.

Ständer
Eine Stütze, die von Boden, Sockelmauer oder Schwelle aufgesetzt, durch mehrere Geschosse reichen kann.

Ständerbauweise
Die Ständerbauweise ist eine Form des Fachwerkbaus, bei der Ständer durchgehend von der Schwelle bis zum Dach das tragende System eine Gebäudes bilden und oft gleichzeitig die Seitenwände darstellen.

Sturzriegel
Ein Riegel als obere Begrenzung eines Fensters oder einer Tür.

Tabernakel
Der (auch das) Tabernakel ist meist ein künstlerisch gestaltetes Sakramentshaus mit massiven Wänden und abschließbaren Türen. Er dient als Aufbewahrungsort in Kirchen.

Traufe
Die waagerechte Unterkante eines geneigten Daches.

Verzahnung
Zahnartige ineinandergreifende Ausschnitte zur schubsicheren Holzverbindung.

Volute
Volute (lat. volutum "das Gerollte") ist ein aus dem Französischen abgeleiteter Ausdruck für eine Schneckenform (Spirale) in der künstlerischen Ornamentik, besonders in der Architektur.

Vorkragend
Herausragend, vorspringend.

Wegekreuz
Siehe Bildstock.

Zwerchhaus
Siehe Dachgaube.