Bild der St-Paulus-Kirche

Katholische Kirchengemeinde

Seit April 2014 bilden die vier ehemals selbstständigen katholischen Pfarreien im Stadtgebiet Harsewinkel die Pfarrei St. Lucia. Zu ihr gehören etwa 13.000 Katholikinnen und Katholiken (=54,2% der Bevölkerung). Die katholische Pfarrei Harsewinkel gehört zum Bistum Münster.

Gemeinde St. Lucia Harsewinkel

Die Pfarrei St. Lucia ist die Mutterpfarrei der Pfarreien in den Ortsteilen Harsewinkel und Greffen und umfasste ursprünglich neben dem gesamten Stadtgebiet auch noch Isselhorst. Bereits im Mittelalter wurde die Pfarrei St. Johannes in Greffen gegründet und 1968 die Pfarrei St. Paulus in Greffen. 1804 wurde für die beiden Marienfelder Bauerschaften eine neue Pfarrei gegründet.Mittelpunkt des kirchlichen Lebens ist die 1857 bis 1860 nach den Plänen des Architekten Emil von Manger errichtete St. Lucia Kirche. Der im neugotischen Stil errichtete Kirchbau ist eine dreischiffige Hallenkirche mit Kreuzrippengewölbe, deren eingezogener, niedrigerer Ostchor einen 5/8-Schluss aufweist. Nach Umbauten hat die Kirche heute ca. 600 Sitzplätze.Der 63 Meter hohe Kirchturm, heute ein Wahrzeichen von Harsewinkel, wurde erst 1903/1904 nach Plänen der Architekten L. Becker und W. Sunder-Plaßmann errichtet, die die neugotische Formensprache Emil von Mangers aufnahmen.

Ansprechpartner
Pfarrdechant Wilhelm Wigger
Dechant-Budde-Weg 2,
33428 Harsewinkel
Tel.: 05247 2135

GEMEINDE ST. PAULUS HARSEWINKEL

Wegen des starken Wachstums der Stadt Harsewinkel wurden Anfang der 1960er-Jahre erste Überlegungen für den Bau einer zweiten Kirche im Westen der Stadt und die Bildung einer neuen Pfarrei angestellt. 1967 wurde das selbstständige Pfarrrektorat St. Paulus gebildet und 1968 die neue Pfarrei gegründet.Bereits in den Jahren 1966/1967 wurde nach Plänen des Architketen H. Schilling, Köln, die in rotem Ziegelmauerwerk auf polygonalem Grundriss errichtete Kirche erbaut. Der 4/6-Chor im Nordosten ist durch eine polygonale Kuppel akzentuiert. Der campanile-artig etwas vom Kirchbau getrennt stehene Turm fasst im Erdgeschoss die Taufkapelle. Die St. Paulus Kirche ist die erste Kirche im Bistum Münster, bei deren Planung die Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils berücksichtigt wurde. 

Ansprechpartner
Pfarrdechant Wilhelm Wigger
Dechant-Budde-Weg 2,
33428 Harsewinkel
Tel.: 05247 2135

GEMEINDE ST. JOHANNES BAPTIST

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde das Gebiet von Greffen aus der Harsewinkeler Pfarrei St. Lucia ausgegliedert und zur eigenständigen Pfarrei St. Johannes Baptist erhoben. Der ursprünglich romanische Kirchbau aus dieser Zeit wurde durch ein neues Kirchenschiff im gotischen Stil erweitert. Dieser Kirchbau erwies sich am Ende des 19. Jahrhunderts zu klein, weshalb 1899/1900 ein großzügiger Erweiterungsbau nach Plänen des Architekten Hilger Hertel d. J. errichtet wurde. Der Chorabschluss und zwei Gewölbe im Mittelschiff der heutigen Kirche gehen noch auf den Bau von 1500 zurück, die übrigen Joche des Mittelschiffs und die beiden Seitenschiffe der Hallenkirche sowie der Turm gehören zu den neugotischen Erweiterungen. Bis heute verfügt die Kirche über eine sehenswerte barocke Ausstattung. 

Ansprechpartner
Pater Paul Varghese
Johannesplatz 6,
33428 Harsewinkel
Tel.: 02588 95007

GEMEINDE ST. MARIAE UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS

Ein Jahr nach der Auflösung des Klosters Marienfeld wurden durch eine Kabinettsorder des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. die beiden Bauerschaften Oester und Remse aus der Harsewinkeler Pfarrei St. Lucia herausgelöst und zu einer neuen Pfarrei St. Marien Unbefleckte Empfängnis zusammengefasst. Schon vorher hatten die Bauern der beiden Bauerschaften die Messen in der Klosterkirche besucht. Das Patronat für die Pfarrstellen übernahm der preußische König; die Kirche und die der Kirchengemeinde zur Nutzung überlassenen östlichen Flügelgebäude des Wirtschaftshofes verblieben im Staatsbesitz und sind heute Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Pfarr- und frühere Klosterkirche war ursprünglich ein einschiffiger kreuzförmiger Bau, der vom schlichten Stil des Zisterzienserordens geprägt war. Die Erweiterung um Seitenkapellen, die im 18. Jahrhundert zu einem nördlichen Seitenschiff umgebaut wurden, und die Reste des Kreuzgangs im Süden geben der Kirche, die zu den herausragenden Baudenkmalen Westfalens zählt,  ihre heutige Gestalt.Die seitlichen Chorschranken, der Tabernakel sowie die ursprünglich zum Lettner gehörigen Apostelskulpuren gehören zu der bedeutenden spätgotischen Ausstattung der Kirche. Der Hochaltar, die Kanzel und nicht zuletzt die von Johann Patroklus Möller geschaffene Orgel zeugen von der Baufreudigkeit der Äbte der Barockzeit. 


Ansprechpartner
Pater Gottfried Meier
Klosterhof 13,
33428 Marienfeld
Tel.: 05247 927960

Förderverein Oikos

Ziel des Fördervereins Oikos ist es, an die Traditionen des klösterlichen Lebens in Marienfeld anzuknüpfen und Menschen gastfreundlich in die benediktinsiche Gemeinschaft aufzunehmen. Von ihm wird auch der Klosterladen betrieben.