Bielefelder Geschichtspreis

Alle zwei Jahre werden Schüler und Studierende vom Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur und vom Verein für demokratisches Handeln dazu angehalten, sich im Zuge des Wettbewerbs um den Bielefelder Geschichtspreis mit dem 2. Weltkrieg und seinen Spuren in Ostwestfalen-Lippe zu beschäftigen. Auch sechs Teilnehmerinnen des Projektkurses Geschichte aus dem Jahr 2015/2016 nahmen an diesem Wettbwerb teil und reichten ihre Arbeiten ein - mit guten Erfolg. 

Mit drei Arbeiten haben sich Schülerinnen des Projektkurses Geschichte aus dem Jahr 2015/2016 am diesjährigen Wettbewerb um den Bielefelder Geschichtspreis beteiligt - und das mit gutem Erfolg. Der alle zwei Jahre vom Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur und vom Verein für demokratisches Handeln vergebene Preis prämiert Arbeiten von Schülern und Studierenden, die sich mit dem 2. Weltkrieg und seinen Spuren in Ostwestfalen-Lippe beschäftigen. Für sechs Teilnehmerinnen des Kurses "Kriegsende und demokratischer Neubeginn 1945" war es angesichts des Themas klar: Da machen wir mit.

Bild der Preisträgerinnen im Historischen Museum in Bielefeld

Über einen der beiden ersten Preise, die am 30. Januar im Historischen Museum der Stadt Bielefeld vergeben wurden, durften sich Alina Feldhaus und Caroline Haneman freuen. In ihrer Arbeit "Freund oder Feind? Wie die Besatzungsmächte das Leben der Bevölkerung in Harsewinkel beeinflussten" gehen sie nicht nur auf die Ergebnisse am Kriegsende ein, sondern schlagen den Bogen bis in die 1970-er Jahre, als mit dem Deutsch-Britischen-Club und der Parade "Freedom of the Town" neue Akzente in der deutsch-britischen Freundschaft gesetzt wurden. Lobende Anerkennungspreise erhielten darüber hinaus Nina Brinzing und Mira Schlüter für ihre Arbeit "Retter der deutschen Wirtschaft" zum Thema Zwangsarbeit in Industrie und Landwirtschaft sowie Shirin Kossack und Celine Nikelowski für ihre Darstellung der lokalen Erinnerungskultur.

Nach der Überreichung der Preise hatten die jungen Geschichtsforscherinnen die Möglichkeit, vor dem Auditorium im Museum über ihre Erfahrungen bei ihren Arbeiten zu berichten. Übereinstimmend betonten sie, dass die Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen für sie besonders beeindruckend gewesem seo und ihnen geholfen habe, die zurückliegenden Ereignisse der 70-er Jahre besser zu verstehen. Auch die originalen Quellen im Stadtarchiv hätten Geschichte vor Ort lebendig und interessant werden lassen. Und natürlich dankten sie herzlich für die verliehenen Auszeichnungen.