Kämmerer Heinz Niebur geht in den Ruhestand

Abschied nach 50 Jahren: Heinz Niebur geht in den Ruhestand

Als der 16-jährige Heinz Niebur 1970 das Rathaus als Verwaltungs-Auszubildender betrat, hätte er sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass er hier ein halbes Jahrhundert lang fast täglich ein und aus gehen würde.

Als der 16-jährige Heinz Niebur 1970 das Rathaus als Verwaltungs-Auszubildender betrat, hätte er sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass er hier ein halbes Jahrhundert lang fast täglich ein und aus gehen würde.

Wenn er in einem Artikel zu seinem Abschied von einem Redakteur als „Arbeitsethiker“ bezeichnet wird, so steckt hinter dieser Wahrnehmung – die wahrscheinlich viele, die ihn kennen, teilen – der Schlüssel zu seinem beruflichen Erfolg. Zielstrebig,  konzentriert und ausgestattet mit einer hohen argumentativen Präzision hat sich Heinz Niebur den Themen gewidmet, die qua Amt und Position an ihn herangetragen wurden. Dass Ämter und Positionen innerhalb der Rathaus-Hierarchie dabei für ihn mit immer größeren Herausforderungen und gleichzeitig auch Gestaltungsspielräumen verbunden waren, lag daran, dass er sich nach seiner Ausbildung mit Ehrgeiz und Disziplin fortbildete. So verlässt Niebur das Rathaus als Kämmerer. Gleichzeitig scheidet der Diplom-Verwaltungswirt als Fachbereichsleiter Steuerung/Interne Dienste und Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin aus dem Amt.

Zurückblicken kann der 66-Jährige auf eine bewegte Zeit, in der er nicht nur hautnah miterleben konnte, wie Harsewinkeler Verwaltungsgeschichte geschrieben wurde. In vielen Kapiteln hat er auch seine eigene Handschrift hinterlassen.

Zu nennen ist hier vor allem die Verwaltungsreform Ende der Neunziger Jahre, bei der es seine Aufgabe war, alte Strukturen aufzubrechen und das Rathaus zu einem modernen und bürgernahen Dienstleistungsbetrieb umzubauen.

Dass die Harsewinkeler Verwaltung auch bei den sogenannten „Außergewöhnlichen Ereignissen“ - wie Flüchtlingskrise oder aktueller Corona-Pandemie – präzise, effektiv und ohne großes Hintergrundrauschen arbeitet, hat mit seinen Weichenstellungen zu tun. Heinz Niebur hat als Fachgruppenleiter Steuerung/Interne Dienste und als Personalchef qualifiziertes Personal eingestellt und besonderen Wert auf die Teamfähigkeit der neuen Kolleginnen und Kollegen gelegt.

In der vergangenen Woche hat Heinz Niebur die Rathaustür zum letzten Mal in offizieller Funktion hinter sich geschlossen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabschiedeten ihren Chef – unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln – mit einem Spalier aus leuchtend gelben Sonnenblumen und einer „Träne im Knopfloch“.  

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung
Schließen