Luftbild: Altlastenfläche "Am Sundern"

Spätestens zum Ende des kommenden Jahres wird Meinolf Weber von der Unteren Landschaftsschutzbehörde auf seiner Liste der zu rekultivierenden Alt-Deponien im Kreis Gütersloh einen Haken hinter die Altablagerung „Am Sundern“ in Greffen machen können. Bis dahin soll die Fläche, auf der bis Mitte der 1970er Jahre eine kommunale Mülldeponie betrieben wurde, vollständig gesichert und saniert sein.

Besonderheit im Kreisgebiet: Altlastenfläche liegt im Naturschutzgebiet
Dass die Altlastenfläche inmitten eines Naturschutzgebietes liegt, ist eine Besonderheit im Kreis Gütersloh. „Deshalb ist es an dieser Stelle besonders wichtig, dass hier vor der endgültigen Rekultivierung Boden und Wasser genauestens untersucht werden“, erkärt Meinolf Weber.

Bodenproben ohne Auffälligkeiten
Doch weder bei der über mehrere Jahre durchgeführten Untersuchung des Grundwassers noch bei den entnommenen Bodenproben konnten Auffälligkeiten gefunden werden. „Lediglich im direkten Umfeld der Deponie wurden leichte, typischerweise vorkommende Ammoniumwerte nachgewiesen.“ Diese geringen Einträge führt Weber vor allem auf den Umstand zurück, dass der Hausmüll bei der damaligen Einlagerung mit organischen Stoffen – unter anderem mit Holzabfällen aus dem Greffener Sägewerk und mit Lederabfällen aus der ehemaligen Greffener Lederfabrik - vermischt wurde. Dazu komme das Alter der Deponie. „Die Ablagerungen, die wir hier vorfinden, sind vierzig bis fünfzig Jahre alt – der Abbau von organischen Bestandteilen und die damit verbundenen chemischen Prozesse kommen bei älteren Deponien fast vollständig zum Erliegen“, weiß der Fachmann.

Rekultivierung von Randwall und südlichem Teil bereits abgeschlossen
Um die Rekultivierung der Deponie abzuschließen, muss lediglich das mittlere zurzeit als Grünlandfläche ausgewiesene Teilstück bearbeitet werden. Bereits gesichert sind der mit Feldgehölzen bewachsene nördliche Randwall und der südliche Teil, der mit einer Bodenschicht abgedeckt und anschließend bepflanzt wurde.

Magerwiese für den mittleren Teil geplant
Ähnlich verfahren wird jetzt auch mit der mittleren Deponie-Fläche: Die Ablagerung aus Boden- und Bauschuttanteilen, die unterschiedlich stark mit kommunalem und gewerblichem Abfall durchsetzt ist, wird mit einer rund ein Meter hohen Bodenschicht abgedeckt. Anschließend wird die Fläche neu bepflanzt. „Die Bepflanzung wird an die vorhandene Landschaft angepasst. Dabei soll auch eine Magerwiese entstehen“, weiß Weber. „Vielleicht können auf der neuen Magerwiese dann auch Schafe weiden“, so die Idealvorstellung des Altlastenfachmanns. Die landschaftliche Restrukturierung einer ehemaligen Mülldeponie zum Landschaftsschutzgebiet wäre dann perfekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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