Pickert: jung und lecker / Sterne-Koch gibt Hilfestellung / europaministerium fördert Pickert-projekt


Wie wäre es mit einem Puffer-Pickert-Spieß, einer Lappen-Pickert-Lachsrolle oder einem Pickert-Mascarpone-Traum? Pickert – jung und lecker: Ein Traditionsgericht neu entdeckt. So lautet der Titel eines Buches, das jetzt als Ergebnis eines Kooperationsprojektes von Stadt und Gymnasium Harsewinkel sowie dem Partnerschaftsverein Les Andelys–Harsewinkel (PALAH) erschienen ist und neue und trendige Rezepte rund um den Pickert vorstellt. Finanziert wurde das Projekt vom NRW-Europaministerium, das es im Rahmen der Wettbewerbskategorie: „Europa liebenswert – Europäische Kultur verbindet“ prämierte.

„Grundlegend für das Projekt war die Idee, traditionelle Gerichte wie den ostwestfälischen Pickert als ein Kulturgut sichtbar zu machen und ihn an die nachfolgende Generation weiterzugeben“, so Mechthild Walter von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Harsewinkel.

Ausgehend von den drei Grundvarianten Kasten-, Lappen- und Puffer-Pickert wurden Zutaten und Präsentation von den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums an moderne Essgewohnheiten und Trends angepasst. Begleitet wurden sie bei ihrer kulinarischen Entdeckungstour von Sternekoch Patrick Speck, der sich für das Pickert-Projekt gerne über die Schulter schauen ließ. Die Jugendlichen ließen sich von ihm bei der Zusammenstellung der Zutaten und der anschließenden Präsentation der Gerichte inspirieren. Unterstützt von ihrem Kunstlehrer Lars Zumbansen wurde der Pickert aber nicht nur zubereitet und angerichtet: Die Jugendlichen haben ihn fotografiert, gemalt und natürlich auch gegessen.

Neben Rezepten, Fotos und Illustrationen sind in dem Kochbuch eine Reihe von Geschichten rund um den Pickert versammelt: Die kleinen Anekdoten machen deutlich, dass der Pickert weit mehr ist als nur ein Gericht: Für viele ist er eng mit Erinnerungen an die eigene Kindheit  und Jugend verknüpft oder bleibt als eine besondere kulinarische Erfahrung im Gedächtnis.

In einem nächsten Schritt sollen jetzt die Partnerstädte in Frankreich und Lettland eingeladen werden, den ostwestfälischen Pickert für sich zu entdecken. Mit dem Ziel der länderübergreifenden Verständigung wurden Rezepte und Anekdoten in englische und französische Sprache übersetzt. „Vielleicht regt das Buch dazu an, dass man sich auch in Les Andelys und Mazsalaca auf regionale Traditionsgerichte besinnt und es auf der Grundlage des Pickert-Buches zu einem Austausch über das kulinarische Kulturgut kommt“, so Mechthild Walter.  

Das Pickert-Kochbuch ist in einer Erst-Auflage von 400 Stück erschienen und kann im Bürgerbüro der Stadt zum Preis von 5 € gekauft werden.

Back.to.the.roots_food
Unter Back.to.the.roots_food haben die Jugendbotschafterinnen der Stadt einen Instagram-Account eingerichtet, auf dem Bilder, Rezepte und Anekdoten zum Thema Pickert eingestellt werden. Wer hier vertreten sein möchte, kann Rezepte oder Anekdoten rund um den Pickert per E-Mail an schicken. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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