Heinz Nieubur (li.)  verabschiedet Ewald Lüffe im Namen der Bürgermeisterin. In der Mitte: Ehefrau Ulla Austermann-Lüffe.

Ewald Lüffe übergibt Fachbereich in „gute Hände“

„Es ist schön zu wissen, dass ich den Aufgabenbereich in gute Hände übergeben kann“, so der scheidende Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Stadtoberverwaltungsrat Ewald Lüffe.

Nachdem er bereits am vergangenen Montag seinen letzten Arbeitstag im Büro hatte, öffnete Lüffe am Donnerstag zum allerletzten Mal in offizieller Mission die Rathaustür: Zur Verabschiedung in den Ruhestand ab dem 1. November kamen nicht nur Kolleginnen und Kollegen aus dem Rathaus: auch Kameraden der Feuerwehr sowie Vertreter der AWO, der Polizei und des Integrationsrates waren zugegen, um dem Verwaltungsmann für seine Pensionszeit alles Gute zu wünschen.  

 Ewald Lüffe, der vor einigen Tagen seinen 65. Geburtstag feierte, wurde 1972 – damals noch bei der Amtsverwaltung Harsewinkel – als Inspektor-Anwärter für den gehobenen Verwaltungsdienst angestellt. Nach der Prüfung im Jahre 1977 mit dem Abschluss Diplom-Verwaltungswirt war Lüffe zunächst als Sachbearbeiter im damaligen Ordnungsamt tätig. Darüber hinaus war er ab 1983 als Standesbeamter auch Wegbereiter in das Eheglück. 1989 folgte die Ernennung zum Leiter des Ordnungsamtes. Nach der Verwaltungsreform 1998 wurde Lüffe zum Fachgruppenleiter für Ordnung, Umwelt und Bürgerbüro bestellt. 2011 übernahm er die Leitung des übergeordneten Fachbereichs Bürgerdienste. 2012 wurde er zum 2. Stellvertreter der Bürgermeisterin im Amt bestellt.

Im Rückblick auf seine 46-jährige Verwaltungstätigkeit zieht Ewald Lüffe ein positives Resümee: „Ich kann sagen, dass ich jeden Tag gerne ins Rathaus gekommen bin.“ Auch wenn der Schreibtisch vor allem während der beginnenden Flüchtlingswelle im Jahr 2015 mehr als voll war, auch wenn sich in der Folge der tragischen Vorkommnisse bei der Duisburger Love-Parade die Auflagen für die Organisation von Veranstaltungen verschärften und damit auch die Genehmigungsbehörden vor einem erheblichen ordnungsamtlichen Mehraufwand standen.  

Aber auch hier zieht Lüffe im Nachhinein ein positive Bilanz: „In Harsewinkel haben immer alle gut zusammen gearbeitet und ich kann sagen, dass wir die meisten Probleme lösen konnten.“ Dass die Wege bei manchen Amtsgängen besonders kurz waren, liegt nicht zuletzt auch an dem persönlichen Engagement Lüffes: So wusste der freiwillige Feuerwehrmann, der in seiner Funktion im Rathaus unter anderem auch für die Belange der Feuerwehr zuständig war, immer ganz genau, was getan werden musste, wenn bei den Kameraden der Schuh drückte.

Über einen Umstand ist er im Nachhinein aber ganz besonders froh: Lüffe, der seit 1975 auf kommunaler Ebene für die Organisation und Durchführung aller Wahlen zuständig war, macht noch im Nachhinein die bekannten „drei Kreuze“, dass alle Wahlen ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen sind. „In anderen Kommunen ist es in diesem Zeitraum aufgrund von Unstimmigkeiten bei den Auszählungen oder ähnlichem auch zu Nachwahlen gekommen – das ist der „worst case“ und davon sind wir verschont geblieben.“ Lüffe bedankte sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Fachbereich, die ihm nicht nur in der Funktion als Unterstützer bei den vielen Wahlen zur Seite standen.

 Der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin Heinz Niebur dankte Ewald Lüffe, seinem ehemaligen Schulkameraden und Weggefährten über 46 Jahre in der  Verwaltung, für sein langjähriges Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Für den bevorstehenden Ruhestand wünschte er ihm auch im Namen der Kollegenschaft alles Gute.

Übergeben wird die Fachbereichsleitung Bürgerdienste ab dem 1. November an die bisherige stellvertretende Fachbereichsleiterin Silvia Lobert, zu ihrem Stellvertreter wurde der Fachkoordinator für die Ordnungsverwaltung Michael Bergholz ernannt. 


Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung
Schließen