Das Logo von Wilhalm ist an das Logo der Stadt Harsewinkel angelehnt.

Dritter Ort Wilhalm

Aus dem ehemaligen Gasthof Wilhalm soll ein Dritter Ort werden. Bis Ende März 2019 wurde die Gaststätte 50 Jahre lang von einem Wirtsehepaar erfolgreich geführt.

Mit dem Begriff „Dritter Ort“ sind neuartige kulturelle Einrichtungen gemeint, die in einer offenen und ungezwungenen Atmosphäre die Begegnung und den Austausch von Menschen ermöglichen und zugleich Raum für Kunst und Kultur bieten. Die Stadt Harsewinkel hat in einer ersten Phase Fördermittel für die Entwicklung des Nutzungskonzeptes erhalten. Im November 2020 hat die Wettbewerbsjury den Weg für die zweite Förderphase freigemacht, in der es um bis zu 450.000 € an Fördermitteln geht. Wilhalm ist eines von insgesamt 26 Projekten in NRW, deren eingereichte Konzepte von einer Fachjury als förderwürdig beurteilt wurden.


Der ehemalige Gasthof auf dem Weg zum Dritten Ort: Die wichtigsten Stationen im Überblick

Juni 2021


Mira van Leewen ist Kulturbeauftragte der Stadt

Altes bewahren, Neues entwickeln: Mira van Leewen, seit dem 1. Juni bei der Stadt Harsewinkel als Kulturbeauftragte tätig, will neue Impule setzen. Dabei kann die studierte Kunstwissenschaftlerin aus dem Vollen schöpfen: Auf ihrem bisherigen Berufsweg konnte sie unter anderem eine Ausstellung für das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund mitgestalten, daneben war sie an der Konzeption und Durchführung zahlreichen Musik- und Literaturveranstaltungen beteiligt, zuletzt war sie im Landesmuseum Koblenz beschäftigt.

In Harsewinkel wird Mira van Leewen nicht nur, aber vor allem für die Weiterentwicklung des Dritte-Orte-Projektes Wilhalm zuständig sein. Hier geht es ihr darum, „das Projekt zu unterstützen und voranzutreiben, so dass wir hier auf Dauer ein profiliertes Kulturprogramm etablieren können und der Wilhalm zugleich ein Raum zum Ausprobieren und Experimentieren für alle Bürger/innen wird.“ Und natürlich lädt Mira van Leewen alle Bürgerinnen und Bürger Harsewinkels ein, sich an der Etablierung dieses Porgramms zu beteiligen. Wenn die Renovierungsarbeiten im Wilhalm Mitte Juli abgeschlossen sein werden, wird Mira van Leewen im ehemaligen Gasthof an der Dr.-Pieke-Straße ihr Büro beziehen. Bis dahin ist sie telefonisch unter 05247 935-183 oder per E-Mail:   zu erreichen.


November 2020
Begleiten den Dritten Ort Wilhalm beim Entstehen: (v.l.n.r.:) Angelika Grachten, Projektleiterin Wilhalm bei der Stadt Harsewinkel, Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und Michael Führs von der Agentur projaegt gmbH aus Ahaus.
Wilhalm erhält Zuschlag für zweite Förderphase – Stadt kündigt Probebetrieb für das kommende Jahr an

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt mit, dass das Dritte-Orte-Projekt Wilhalm den Zuschlag für die zweite Förderphase erhält.  Sobald die Corona-Pandemie es zulässt, soll im kommenden Jahr mit dem Probebetrieb begonnen werden.


August 2020
"Gerettet - Wilhalm bleibt! " Das hat ein Gast des Informationsabends auf seine Karte geschrieben und an die Pinnwand geheftet.

Stadt bewirbt sich für zweite Förderphase

Die Stadt Harsewinkel bewirbt sich beim Landeswettbewerb Dritte Orte um die zweite Förderphase. Während es in der ersten Förderphase darum ging, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten, steht in der zweiten Runde dessen Umsetzung im Vordergrund. Im Erfolgsfall sollen die Fördermittel für einen dreijährigen Probebetrieb im Gasthof Wilhalm verwendet werden: Dafür soll das Gebäude soweit ertüchtigt werden, dass neben Kursangeboten von Volkshochschule und Musikschule sowie Veranstaltungen des Kultur- und Bildungsvereins auch ein breites Spektrum von Veranstaltungen angeboten werden kann. Durch das Austesten unter realen Bedingungen sollen während des Probebetriebs Erfahrungen für die Zeit danach gesammelt werden. 

Juli 2020

Wilhalm wird zum Hochzeitszimmer
Wilhalm wird zum Hochzeits-Zimmer

Mit dem Angebot, neben dem Trausaal im Harsewinkler Rathaus und dem Hochzeitszimmer im Rincklake-Haus vier weitere Orte für standesamtliche Trauungen zur Verfügung zu stellen, reagiert die Stadt Harsewinkel auf die während der Corona-Pandemie eingeführten begrenzten Teilnehmer/innenzahlen bei Hochzeiten. In den vier neuen Räumlichkeiten – zu denen auch der Saal des alten Gasthofes Wilhalm zählt – dürfen während der Zeremonie zwischen 30 bis 40 Personen anwesend sein (Stand: Juli 2020).

April 2020
Die Umsetzung der vielen Ideen ist fürs Erste auf Eis gelegt. Corona ordnet eine Zwangspause an.

Simulationswoche wird abgesagt

Die für Ende April im ehemaligen Gasthof Wilhalm geplante Simulationswoche wird wegen Corona abgesagt. Die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens ist nicht absehbar und lässt eine verlässliche Veranstaltungsplanung nicht zu.


Februar 2020
Die Ideen sprudeln. Festgehalten auf Pinnwänden und auf Bierdeckeln sollen sie Grundlage für die neue Nutzung werden. Informations- und Mobilisierungsabend: Wilhalm erhalten – mitgestalten!

Mehr als 120 Gäste folgen der Einladung der Stadt, um sich zu informieren, was es mit dem Dritten Ort auf sich hat und ihre Ideen und Vorstellungen für die kreative Ausgestaltung des neuen Wilhalm einzubringen. Viele Bürger/innen, Vereine und Initiativen melden sich mit ihren Programmpunkten für die für April geplante Simulationswoche an.


Nach seiner Schließung wird der Wilhalm "zwischengenutzt": im Februar 2020 übernachtet eine lettische Tanzgruppe im ehemaligen Gasthof- Kurz vor dem Corona-Ausbruch wird in der Scheune Karneval gefeiert - Der Männerchor und der Chor Takt und Töne nutzen den Saal für die Proben - Gesundheitskurse der VHS und Ausschuss-Sitzungen finden statt.



November 2019
Der alte Gasthof leuchtet in der Nacht. Die Strahlkraft soll erhalten werden.


Am 7. November 2019 findet der Eintrag ins Grundbuch statt. Die Stadt Harsewinkel ist jetzt auch offiziell Eigentümerin des ehemaligen Gasthofes Wilhalm.



September 2019
Blick von draußen in die erleuchtete Gaststätte.
Tag des offenen Denkmals: Führungen im alten Gasthof Wilhalm

Am 8. September, dem Tag des offenen Denkmals dürfen die Harsewinkeler/innen noch einmal ihren alten Wilhalm besuchen. Andreas Harneke, Denkmalschützer bei der Stadt Harsewinkel und Stadtführer Heinrich de Byl stehen bereit, um Besucher/innen durch die Räume zu führen und Einblicke in die zweihundertjährige Geschichte des Hauses zu geben. Und natürlich darf bei so viel Erinnerung an „alte Zeiten“ auch Achim Koriath nicht fehlen: Koriath, der gemeinsam mit seiner Frau Hedemarie den Gasthof bis zur Schließung Ende März 50 Jahre lang geführt hat, steht wie früher hinter dem Tresen, hat für jeden ein freundliches Wort und reicht Pils und alkoholfreie Getränke über die Theke.

Frühjahr 2019

Der Gasthof von der Dr.-Pieke-Straße aus gesehen.

Mit dem Programm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ lobt das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft eine neue Förderung für Kultureinrichtungen aus. Als einer von insgesamt 17 Standorten in Nordrhein-Westfalen wird der Gasthof Wilhalm als förderungswürdiges Objekt ausgewählt. Mit der Förderung soll ein neues Nutzungskonzept für den ehemaligen Gasthof entwickelt werden.


März 2019

Thekenbereich des ehemaligen Gasthofes.


Am 7. März kauf die Stadt Harsewinkel den alten Gasthof, um ihn zu erhalten.




März 2019

Eingangsbereich des Gasthofes. Die Türen sollen sich bald wieder öffnen.

Auch wenn er nicht in der Denkmalliste der Stadt Harsewinkel aufgeführt ist: Ein denkwürdiger Ort ist der Gasthof Wilhalm an der Dr.-Pieke-Straße für die Bürger/innen allemal: Generationen von Harsewinkelerinnen und Harsewinkelern haben im Gasthof Wilhalm ihre Familienfeste gefeiert, in der Partyscheune ging es nicht nur zu Karneval hoch her, in den Gasträumen trafen sich die Vereine der Stadt zu ihren Sitzungen, im Saal probte der Männerchor. Ende März ist damit Schluss: Das Pächterehepaar Achim und Hedemarie Koriath macht nach 50 Jahren die Lichter aus und die Türen hinter sich zu: Ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft werden viele schmerzlich vermissen.  



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