Begleiten den Dritten Ort Wilhalm beim Entstehen: (v.l.n.r.:) Angelika Grachten, Projektleiterin Wilhalm bei der Stadt Harsewinkel, Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und Michael Führs von der Agentur projaegt gmbH aus Ahaus.

Probebetrieb startet im kommenden Jahr

Rund ein Jahr hat die Stadtverwaltung zusammen mit örtlichen Kultur- und Bildungsanbietern an der Entwicklung eines Konzepts für eine neue Nutzung des ehemaligen Gasthofes Wilhalm gearbeitet. Für dessen Umsetzung stellt das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft jetzt rund 450.000 € zur Verfügung.

Rund ein Jahr hat die Stadtverwaltung zusammen mit örtlichen Kultur- und Bildungsanbietern an der Entwicklung eines Konzepts für eine neue Nutzung des ehemaligen Gasthofes Wilhalm gearbeitet. Für dessen Umsetzung stellt das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur und Wissenschaft jetzt rund 450.000 € zur Verfügung.

Ein Ort für Kunst, Kultur und Begegnung
Mit dem im kommenden Jahr startenden Probebetrieb will die Stadt Harsewinkel herausfinden, welche Angebote im ehemaligen Gasthof Wilhalm gemacht werden können und wie er gestaltet werden muss, um unter seinem Dach einen einladenden Ort für Kunst, Kultur und Begegnung entstehen zu lassen. „Ursprünglich war vorgesehen, die Konzeptentwicklung mit einer Bürgerbeteiligung zu begleiten“, sagt Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide, „leider hat uns die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir konnten die Bürgerinnen und Bürger nur eingeschränkt einbinden“.

Nutzungskonzept dient als Orientierungsrahmen
Um den Abgabe-Termin für die zweite Förderphase Ende August dieses Jahres trotzdem einhalten zu können, wurden die bereits vorhandenen Nutzungsideen zu einem Gesamtkonzept zusammengefasst. Die darin beschriebenen Vorhaben folgen der Leitidee, aus der ehemaligen Gaststätte ein Haus der Kultur, Bildung und Begegnung zu machen, das die kulturelle Landschaft in Harsewinkel bereichern und vielfältige Nutzungsoptionen bieten soll. Allerdings gibt das vorgelegte Konzept nur die grobe Richtung vor, so dass für Bürger/innen, Vereine und Initiativen genügend Raum bleibt, um das Projekt mit weiteren Ideen auszugestalten. Aus der Not, in die die Projektmacher durch die Corona-Pandemie gekommen waren, haben sie so eine Tugend gemacht. „Weil wir während der Coronazeit die künftigen Nutzerinnen und Nutzer des Hauses und auch mögliche weitere Anbieter von Kulturbausteinen nicht ausreichend einbinden konnten, ist das Nutzungskonzept lediglich ein Orientierungsrahmen“, so die Bürgermeisterin.

Wilhalm mit einfachen Mitteln für Probetrieb herrichten
Für den Probebetrieb soll der Wilhalm mit einfachen Mitteln hergerichtet werden. „Es wird den einen oder anderen Wanddurchbruch geben, wir frischen das Haus von innen auf und werden die Räume mit der erforderlichen  Veranstaltungstechnik ausstatten“, so Reinhard Pawel, als Fachbereichsleiter Bauen/Städtische Betriebe für die baulichen Maßnahmen im Wilhalm zuständig. Wichtig sei, dass viele vielfältig nutzbare Räume entstünden, die dazu einladen sollen, weitere Nutzungsideen zu entwickeln.

Kulturmanager/in steuert das Geschehen vor Ort
Mit den Fördermitteln finanziert werden soll auch ein/e Kulturmanager/in, dessen/deren Aufgabe darin bestehen wird, als zentrale/r Ansprechpartner/in den Probebetrieb vor Ort zu steuern. Daneben sollen die während der Zeit gemachten Erfahrungen von ihr/ihm dokumentiert werden. „So wissen wir am Ende genau, welche Nutzungen im Wilhalm eine Heimat finden sollen und wie wir den alten Gasthof dafür umbauen müssen“, so die Bürgermeisterin.

Städtebauförderung für endgültigen Umbau nutzen
Für diese – sich an den Probebetrieb anschließenden - Umbaumaßnahmen soll auf Fördermittel aus der Städtebauförderung zurückgegriffen werden. „Mit der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes schaffen wir aktuell die Voraussetzungen für diese Förderung“, zeigt Reinhard Pawel die langfristige Perspektive auf.

Probebetrieb startet sobald Corona es zulässt 
In einem ersten Schritt geht es jetzt aber an die Vorbereitung des Probebetriebs. „Die Fördermittel sind uns sicher und wir können die nötigen Schritte in die Wege leiten, um den Wilhalm zügig herzurichten“, so Bürgermeisterin Amsbeck-Dopheide. Sobald die Corona-Pandemie es zulässt, kann dann mit dem Probebetrieb begonnen werden.  

Hintergrund
Mit dem Begriff „Dritter Ort“ sind neuartige kulturelle Einrichtungen gemeint, die in einer offenen und ungezwungenen Atmosphäre die Begegnung und den Austausch von Menschen ermöglichen und zugleich Raum für Kunst und Kultur bieten. Die Stadt Harsewinkel hat in einer ersten Phase bereits Fördermittel für die Entwicklung des Nutzungskonzeptes erhalten. Mit der aktuellen Entscheidung hat die Wettbewerbsjury den Weg für den Wilhalm in die zweite Förderphase freigemacht, in der es um bis zu 450.000 € an Fördermitteln geht. Wilhalm ist eines von insgesamt 26 Projekten in NRW, deren eingereichte Konzepte von einer Fachjury als förderwürdig beurteilt wurden.



 

 

 

 

 

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