Inschrift eines jüdischen Grabsteines

Jüdisches Leben in Harsewinkel

Stadtführer/in: Bernhard Kruk, Eckhard Möller.

Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Harsewinkels
Die ersten jüdischen Familien, die sich am Beginn des 19. Jahrhunderts in Harsewinkel niederließen, waren Metzger und Viehhändler, die mit den
Landwirten der Umgebung Handel trieben.
Ende des 19. Jahrhunderts kam noch ein Manufakturwarengeschäft hinzu. Als Kaufleute besaßen die jüdischen Händler hohes Ansehen, als Nachbarn waren sie in den Vereinen vom Schützen- bis zum Kegelverein integriert und Teil des gesellschaftlichen Lebens in der dörflich geprägten Kleinstadt.

Dieses Miteinander zerbrach nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten: Im Novemberpogrom wurde jüdisches Eigentum zerstört und Auswanderung und die Deportation des letzten in Harsewinkel lebenden Juden in die Vernichtung beendeten das jüdische Leben in Harsewinkel.


Wernn diese Führung für Schülerinnen und Schüler gebucht wird, kann sie mit vorbereitenden Informationen zur jüdischen Geschichte von Harsewinkel im Unterricht verbunden werden.

Sie findet regelmäßig am ersten oder zweiten Sonntag im November in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule als offens Angebot statt.

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