Im Klärwerk

ABWasserentsorgung

Ca. 1,8 Millionen Kubikmeter Abwasser fließt aus den drei Ortsteilen durch das rund 245 km lange Knalnetz zur Kläranlage an der Dr.-Brenner-Straße. Dort wird das Abwasser in mehreren Stufen mechanisch, biologisch und chemisch gereinigt und anschließend in den Abrocksbach, der kurz darauf in die Ems mündet, eingeleitet und somit in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt.

Die Klärbecken


Abwassersammlung
Das Harsewinkeler Kanalnetz besteht aus zwei Entwässerungssystemen:
der Mischkanalisation und der Trennkanalisation.
Im Außenbereich erfolgt die Ableitung des Schmutzwassers über ein Druckentwässerungssystem. 

Mischkanalisation
Bei der Mischkanalisation werden Schmutz- und Niederschlagswasser in einem Kanal gesammelt und zur Kläranlage abgeleitet. Da Kanalisation und Kläranlage aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nur für eine bestimmte Abwassermenge ausgelegt sind, werden Entlastungsanlagen, auch Regenüberläufe genannt, in das "Mischsystem" eingebaut. Bei starken Niederschlägen sorgen diese Regenüberlaufbecken als Speicher für eine zeitverzögerte Zuleitung zur Kläranlage. 

Trennkanalisation
Bei der Trennkanalisation werden Schmutz- und Niederschlagswasser in zwei getrennten Kanälen abgeleitet. Das Schmutzwasser fließt zur Kläranlage, das Niederschlagswasser in das nächstgelegene Gewässer. Die Einleitung des Niederschlagswassers in ein Gewässer erfolgt verzögert über entsprechende Rückhaltebecken. Ist das Niederschlagswasser stärker verschmutzt, muss es vor der Einleitung in ein Gewässer gereinigt werden. Dies geschieht in einem Regenklärbecken, in dem sich die Schmutzstoffe absetzen. 

Im Klärwerk


Drei Reinigungsstufen

In der Kläranlage werden die Abwässer der drei Ortsteile mechanisch (1. Stufe) und biologisch im Belebungsverfahren (2. Stufe) gereinigt. Hierbei werden die Selbstreinigungsvorgänge in natürlichen Gewässern nachgeahmt. Durch eine Flockungsfiltration (3. Stufe) wird der Phosphoranteil weiter reduziert. 

Was übrigbleibt...

Das biologische Produkt der Abwasserreinigung ist Schlamm. Der überschüssige Schlamm im Belebungsbecken wird kontinuierlich abgesaugt und einer Behandlung zugeführt. Der bei dieser Behandlung anfallende Schlamm sowie der Schlamm aus der mechanischen Reinigung wird unter Sauerstoffabschluss (anaerob) im beheizten Faulbehälter bis zur technischen Stabilisierungsgrenze im mesophilen Bereich (37 Grad C) ausgefault. Hierfür sind Kleinstlebewesen zuständig, die unter sauerstofffreien Lebensbedingungen die anfallenden organischen Inhaltsstoffe des Schlammes zum Großteil zu Kohlendioxid, Wasser und Methan umsetzt. Das gewonnene Methan (Biogas) wird in Blockheizkraftwerken (BHKW) zur Stromerzeugung und Wärmegewinnung verwertet.
Der ausgefaulte Schlamm wird in einer Kammerfilterpresse entwässert.



Abwasserqualität
Die auf der Kläranlage gereinigten Abwässer werden in den Abrocksbach eingeleitet. Im betriebseigenen Labor wird die Einhaltung der maßgeblichen Grenzwerte ständig überprüft.
Darüber hinaus wird die Einleitung der Abwässer von externen Labors überwacht. 

Ansprechpartner

Betriebsleiter: Heiner Roderfeld
Tel.: 05247 409008
Fax.:05247 408887
E-Mail:


Klärschlammverwertung

Drei Wege sind möglich ...

Auf der Kläranlage wird der ausgefaulte Schlamm in einer Kammerfilterpresse entwässert. Der mit Polymeren vermischte Schlamm verfügt über einen Trocknungsgrad von 20-22 %. Die maßgeblichen Grenzwerte der Klärschlammverordnung werden eingehalten, so dass drei Verwertungswege möglich sind: als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen, als Einbaumasse auf Rekultivierungsflächen und als Energieträger in der thermischen Verwertung.
Zur Zeit wird der Harsewinkeler Klärschlamm in einer Menge von 3.000 t Originalsubstanz in der Rekultivierung von Flächen eingesetzt.

Private Grunstücksentwässerung

Ein Teil der Industrie- und Gewerbebetriebe reinigen ihre Abwässer in eigenen Kläranlagen und leiten je nach Verschmutzungsgrad die gereinigten Abwässer entweder direkt in ein Gewässer oder als vorgereinigte Abwässer in die städtische Kanalisation ein. Haushalte Haushalte, die nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind, betreiben sogenannte Kleinkläranlagen. Diese findet man im "Außenbereich" z. B. dort, wo die Stadt Harsewinkel keine Druckentwässerungsleitung betreibt. Die Nutzer der Grundstücke sind verpflichtet, das anfallende häusliche Abwasser in kleinen Kläranlagen zu reinigen, die den allgemeinen anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Das gereinigte Abwasser wird in ein Gewässer eingeleitet oder versickert auf dem Grundstück. Der anfallende Schlamm wird durch die Stadt Harsewinkel abgefahren und auf der Kläranlage für die weitere Verwertung aufbereitet. Bei landwirtschaftlichen Betrieben kann die Pflicht zum Abfahren und Aufbereiten des Schlamms dem Nutzer des Grundstücks übertragen werden, wenn dieser den Schlamm auf eigenbewirtschaftete Ackerflächen unter Beachtung der geltenden abfallrechtlichen Bestimmungen aufbringt.

Ansprechpartner:

/ Wohnen und Verbrauchen / Wohngeld (Mietzuschuss, Lastenzuschuss)

Leistungsbeschreibung

Wohnen kostet Geld - oft zuviel für den, der geringes Einkommen hat. Deshalb gewährt der Staat in solchen Fällen finanzielle Hilfe: Das Wohngeld. Es wird als Zuschuss zu den Kostenfür Wohnraum gewährt.

Wohngeld gibt es:
  • als Mietzuschuss für den Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers,
  • als Lastenzuschuss für den Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung

Verfahrensablauf

Antragsverfahren:

Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Antrag stellen und die Voraussetzungen nachweisen.


Antragsunterlagen erhalten Sie im Bürgerbüro der Stadt Harsewinkel zu den erweiterten Öffnungszeiten. Dort können Sie auch den ausgefüllten Antrag wieder einreichen.


Hier kommen Sie auf die Homepage des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW zu weiteren Informationen zum Thema Wohngeld.

Hier stehen Ihnen u. a. Formulare für Wohngeldanträge zur Verfügung, die Sie direkt am PC ausfüllen können. Ferner finden Sie dort auch einen Link zum Wohngeldrechner, d. h. Sie können vorab Ihren evtl. Wohngeldanspruch berechnen lassen.

Voraussetzungen

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und - wenn ja in welcher Höhe - das hängt in der Regel von drei wesentlichen Faktoren ab:
  • der Zahl der zu Ihrem Haushalt gehörenden Familienmitglieder
  • der Höhe des Familieneinkommens
  • der Höhe der zuschussfähigen Miete oder Belastung

Empfänger bestimmter Sozialleistungen (z. B. Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) können kein Wohngeld erhalten, da in diesen Leistungen bereits die angemessenen Kosten für die Wohnung berücksichtigt werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Einkommensnachweise
  • Nachweise über Höhe der Miete oder Belastung


Sollten Sie noch Fragen haben, erteilen Ihnen unsere Ansprechpartnerinnen gerne weitere Auskünfte.

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