BU: (hinten, v. lks. n. re.) Reinhard Strotjohann (Wasserwerk) , Werner Eggersmann (landwirtschaftlicher Vertreter im Beirat), Christoph Meyer Westmeyer (landwirtschaftlicher Vertreter im Beirat), Christoph Dammann (Stadt Harsewinkel), Josef Schmitz (Landwirtschaftskammer NRW), Martin Grundmann (landwirtschaftlicher Vertreter im Beirat), Arnold Weßling (stellvertretender Kreislandwirt), (vorne, v. lks. n. re.) Heiner Meyer zu Rheda (Vorsitzender des Beirates), Sabine Amsbeck-Dopheide (Bürgermeisterin), Monika Drücker (Geschäftsführerin), Ulrich Bultmann (Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer NRW für die Kreise GT/MS/WAF)

Kooperation Wasser- und Landwirtschaft: Erfolgsmodell wird Fortgesetzt

Aus der im Jahr 1991 gegründeten Kooperation zwischen Wasser- und Landwirtschaft ist ein Erfolgsmodell geworden. Dem erklärten Ziel, negative Einflüsse, die durch die Landbewirtschaftung für Boden, Gewässer und Grundwasser entstehen, zu minimieren, ist man ebenso nähergekommen wie der Bereitschaft der Vertreter beider Seiten, das gemeinsame Vorhaben durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen.  

Grund genug für den Rat der Stadt Harsewinkel, der Verlängerung  des Kooperationsvertrages zuzustimmen. Unterschrieben wurde der Nachtrag zur „Kooperation zum Schutz des Trinkwassers zwischen der Wasserwirtschaft und der Landwirtschaft“ während der vergangenen Sitzung des Kooperations-Beirates, der sich aus Vertretern der Wasser- und Landwirtschaft zusammensetzt.

„Alle Beteiligten betonen, dass die Kooperation sehr gut funktioniert und alle konstruktiv für die Sache arbeiten“, berichtet Christoph Dammann, der die Harsewinkeler Stadtverwaltung als Beiratsmitglied vertritt, im Anschluss an die Sitzung.

So ist man beispielsweise dem bei der Gründung festgelegten Ziel, den Nitrateintrag in Ober- und Grundwasser zu minimieren, im Laufe der Jahre einen großen Schritt nähergekommen: Aus dem verminderten Nitrateintrag resultiert eine Verbesserung des abgegebenen Trinkwassers von damals 35 mg/l auf heute 21mg/l. Der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser liegt bei 50 mg/l.

„Eine solche Reduzierung erreicht man nur, wenn alle Hand in Hand arbeiten“, unterstreicht Dammann die Bedeutung der erfolgreichen Kooperation, die jetzt erst einmal für weitere fünf Jahre bis zum April 2022 verlängert wurde.

Ansprechpartner

/ Wohnen und Verbrauchen / Wasserversorgung: allgemein

Leistungsbeschreibung

Trinkwasser ...

wird in vielen Bereichen des täglichen Lebens verwendet: als Erfrischungsgetränk, für die Zubereitung von Speisen und Getränken, für die Körperpflege, zum Wäschewaschen, zur Geschirrreinigung, zur Pflege der Sanitär- und anderer Lebensbereiche im Haushalt. Auch für die Lebensmittelindustrie ist Trinkwasser bei der Herstellung vieler Produkte unverzichtbar. Darüber hinaus wird Trinkwasser in anderen Industriezweigen, im Gewerbe und in der Landwirtschaft genutzt.

Selbstverständlich ist, dass Trinkwasser in stets hoher Qualität zur Verfügung steht. Und dafür gibt es Standards und Kontrollen, festgeschrieben in der Trinkwasserverordnung (TVO). 

Unser Trinkwasser in Harsewinkel wird im Wasserschutzgebiet in den Boombergen gewonnen und verfügt über eine hohe Qualität. Das Wasser ist so keimarm, dass auf den Zusatz von Chlor vollständig verzichtet werden kann. Lediglich bei einigen chemischen Inhaltsstoffen wird nachgebessert. Dabei wird der Anteil dieser Stoffe mithilfe von Filtern so weit reduziert, bis er den Grenz- bzw. Richtwerten entspricht. Auch beim Nitratgehalt liegt das Wasser mit 25 Milligramm pro Liter weit unter dem auf 50 Milligramm festgesetzten Grenzwert. Ein unabhängiges, staatlich anerkanntes Labor untersucht das Trinkwasser in regelmäßigen Abständen auf Bakterien und chemische Inhaltsstoffe. 

Das Harsewinkeler Wasserwerk betreibt in den Boombergen neun vertikale Kiesschüttungsbrunnen, die Grundwasser aus einer Tiefe von rund 20 Metern mit Hilfe von Unterwassermotorpumpen zu Tage fördern. Die Fördermengen pro Stunde, Tag und Jahr sind dabei von einer "Wasserbehörde" genau festgelegt und berücksichtigen die ökologischen Gegebenheiten vor Ort. Über Rohrleitungen wird das ca. 10 Grad Celsius kalte "Rohwasser" dem Wasserwerk zugeführt und dort weiter aufbereitet. Auf die Zugabe von chemischen Aufbereitungsstoffen wird dabei verzichtet.

Außerdem liefern die Stadtwerke Gütersloh über das Wasserwerk Quenhorn jährlich 150.000 cbm Trinkwasser an das Wasserwerk Harsewinkel. Dies dient auch der Sicherstellung der Wasserversorgung im Störungsfall. 

Das Versorgungsnetz der Wasserverteilung entspricht in allen 3 Ortsteilen einer Gesamtlänge von 188 km mit insgesamt ca. 5.800 Hausanschlüssen.

Weitere Informationen können Sie in der virtuellen Verwaltung unter dem Anliegen "Wassergebühr" und auf dieser homepage unter "Stadtleben" abrufen. 

Fragen zum Thema beantworten Ihnen auch gern die Betriebsleitung des Wasserwerkes oder der nachstehend aufgeführte Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Hier kommen Sie auf die Homepage der Stadt Harsewinkel zu weiterführenden Informationen zum Thema Wasserversorgung.

Was sollte ich noch wissen?

Ein paar Daten und Zahlen...

Wassergewinnung:
  • Fördergebiet Boomberge
  • 9 vertikale Kiesschüttungsbrunnen mit einer Fördertiefe von 20 m
  • Förderung von rund 1.000.000 cbm Grundwasser/Jahr

Wasseraufbereitung:
  • nur Enteisenung und Entmaganung mit Luftsauerstoff
  • Filtration
  • Aufbereitungsleistung von bis zu 210 cbm/Std.
  • Reinwasserspeicher mit 2 Kammern á 1.500 cbm Inhalt
  • Härtegrad des Wassers: 2 (Härtegrad 13-14)

Wasserverteilung:
  • Versorgungsnetz von ca. 200 km Länge
  • rd. 6.400 Hausanschlüsse
  • Netzabgabe: bis zu 460 cbm/Std., durchschnittlich bis 3.000 cbm/tgl. und bis zu 1.100.000 cbm/jährl.
  • Versorgungsdruck von 5 bar
  • Fremdwasserbezug von den Stadtwerken Gütersloh 150.000 cbm/a seit 2002

Wasserwerk:
  • Inbetriebnahme am 01. Juli 1970
  • Rechtsform: Eigenbetrieb der Stadt Harsewinkel

Zuständige Mitarbeiter

Enthalten in folgenden Kategorien

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung
Schließen